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30.05.05
Schluss mit crazy Funsounds!
Hoffentlich hilft's. 150.007 virtuelle Unterschriften sammelte Reimer Stegelmann gegen den Klingeltonterror auf MTV und Viva. Die Unterschriften möchte er nun ausdrucken und an die Sender “MTV” und “Viva” senden, obwohl beide zu dem gleichen Haus gehören. Doppelt hält aber besser, weiss der TVBlogger, der die Sache weiter im Auge behalten will.
Und auf mobile9 findet sich das passende Video fürs Handy. Keine Gnade kennt dagegen der Werbeblogger. Der hat den teuflischen Frosch zum Spot der Woche gekrönt. Allerdings in der entschärften Version als Axel F(rog)-Musikvideo.
29.05.05
Die Sportfinder
Trendsport wird erst durchs Fernsehen richtig schön. Man denke an die spannenden Stihl-Holzfällerduelle auf Eurosport. Die Dart-Olympiaden. Das Schafkopfrennen (oder war es doch Profi-Poker). Bei RTL hat man dagegen mit Beach Volleyball genau den richtigen Mix aus Gute Zeiten, schlechte Zeiten (schöne Frauen), Bundesliga (schöne Beine) und Branding (schönes Logo) gefunden.
Und Frenzy zeigt, worauf es ankommt. Mehr zu den wichtigen Geheimzeichen bei RTL .
28.05.05
Internet & GEZ?
Hiermit möchte ich mich ganz offiziell als Freund der Fernsehgebühr outen. Im Ernst. Nach acht Jahren Rundumversorgung mit US-TV weiss ich um den wichtigsten Effekt der Gebühr: das private Fernsehen wird allein durch die Existenz des öffentlich rechtlichen Fernsehens einfach besser. Oder, wie eine alte Freundin, Amerikanerin und langjährige Variety-Korrespondentin mal meinte:. Nachrichten in den USA kann sie seit ihrem Deutschlandaufenthalt nicht mehr ertragen (wer denkt, dass die RTL II-News bescheuert sind, sollte mal US-Networkfernsehen gucken).
Nur: wie die Fernsehgebühren berechnet werden, spottet langsam jeder Beschreibung. Ab 2007 gilt zum Beispiel der Computer mit Internetzugang als "neuartiges Rundfunkgerät". Will heissen: Firmen, Freiberufler, Ich AGs - alle müssen entweder auf Email verzichten, oder GEZ bezahlen (sonst kommen die gefürchteten Rollkommandos). Ach ja: das gilt auch für jeden PC im steuerlich anerkannten Arbeitszimmer. Eine tolle Idee. Doppelbesteuerung zur öffentlich-rechtlichen Einnahmenoptimierung. Mehr dazu auf Telepolis. Und wie's die Briten, Heimat der Mutter alls ÖR-Sender, mit den Gebühren halten, liest man hier. Dort bleibt der Zuschauer von derartigen Eskapaden verschont. Und die BBC erklärt jedes Jahr en Detail, was sie mit dem Geld alles angestellt hat.
Harald Schmidt zu spät!
Harald Schmidt kommt zu wenig und zu spät. Sagen Mainbube und der Kölner Medienwissenschaftler Dietrich Leder. Nicht so schlimm. Auf haraldschmidt.tv gibt's die Sendungen im Schnelldurchlauf auf auf Abruf für den Windows Media Player. Beim Schmidtschen Arbeitgeber ARD kommen dagegen die Freunde von RealVideo zum Zuge. Mit zu wenig (kann ich so oft sehen wie ich will) und zu spät (kann ich sehen wann ich will) ist damit Schluss. Allerdings sind die Schnellschüsse ein wenig kurz ... Da lobt man sich die BBC: die testet grade ihr Gesamtprogramm (abzüglich einiger US-Produktionen) als Abrufangebot.
In der Zwischenzeit behelfen wir uns mit einem Schmidt-Interview im Spiegel. Und da verrät er uns endlich, ab welchem Nettoeinkommen man reif ist für Ironie.
27.05.05
Geldadel.TV
Vergiss die Unterschichtfernsehen- Debatte. In den USA, da wo die Krawall-Talker herkommen, geht's noch ganz anders zu als bei den lendenzahmen Sat.1, Pro 7 und RTL-Quatschköppen. Aber mit Plum TV gibt's jetzt auch das Gegenteil. Anstelle asozialer Beziehungskloppereien widmet sich Plum TV den schönen Dingen des Lebens (wobei schön mit "Hauptsache teuer" gleichzusetzen ist). Ein Fernsehsender von Millionären für Millionäre, zu empfangen nur in den Hamptons (dem New Yorker Nobelbadeareal), auf Martha's Vineyard (der Ostküsteninsel für arbeitslose Multimillionäre) und demnächst im Superskiort Aspen, Colorado. Selbst die Do-It-Yourself-Shows sehen da ein bisschen anders aus. Anstelle der Dokusoap über Harry Müllers Reiheneckhaus in Wanne-Eickel baut sich hier der Oscar-nominierte Bob Balaban seine Traumvilla.
Gefunden hat den Sender für uns Spiegel Online. Wer gucken will, muss fliegen. Aber bitte nicht Holzklasse mit der Discounterairline. Die fliegen nur nach Las Vegas und Orlando. Und nicht ins Sendegebiet des Pflaumenfernsehens.
Holen Sie sich Leitung 13
Strudel hat es anscheinend wirklich ausprobiert. Und seine SMS an 9live geschickt. Aber Leitung 13 hat er nicht bekommen. Und wenn man sich die Umsatzzahlen von 9live so ansieht, dann war er nicht der Einzige.
Innerhalb von gut 20 Minuten hatten genau 2 Anruferinnen die Chance überhaupt mit der Moderatorin zu reden und eine Antwort zu nennen.
Sara und Rita sind dann doch noch durchgekommen. Und wer hat den 26.000 Euro Jackpot geknackt? Strudel blieb dran bis zum bitteren Ende ...
www.rettetmtv2pop.net
Soll aus MTV2POP wirklich der Kiddiekanal Nick werden dürfen? Eine Handvoll Fans aus dem Internet versucht es nun auf dem Wege einer öffentlichen Petition zu verhindern.
MTV2POP ist der einzige freiempfangbare deutsche Musiksender der noch DEUTLICH mehr Musik als Klingelton-Werbung sendet. Hinzu kommt noch, dass er unmoderiert ist, was den Vorteil hat, dass man nicht von irgendwelchen VJ’s genervt wird, heisst es vom Initiator. Na dann aber ran. Bisher haben sich erst drei Dutzend Fans eingetragen. Das wird auf die MTVs noch nicht so recht überzeugend wirken.
26.05.05
25 Jahre CNN
Stell dir vor es ist Krieg, und CNN fährt nicht hin. Ted Turners Cable News Network hat die Fernsehlandschaft und die politische Landschaft revolutioniert. Zwar kriselt es im Heimmarkt der Mutter aller Nachrichtensender; anscheinend fehlt die zart-harte Führungshand von Gründerpapa Ted. Die Zuschauerzahlen sind im Keller, zur Primetime versammelt der Sendern gerade noch mal 500.000 Zuschauer - aus 100 Millionen TV-Haushalte. Da lobt man sich so nette Spontanumfragen zu 25er-Themen wie den 25 wichtigsten technischen Innovationen. War's das Internet, das Handy, portable Computer oder doch das Hörgerät? Also doch ein mental-geriatrisches Problem, was die Nachrichtenleute aus Atlanta verspüren.
Quaaak
Lieber gute Werbung als schlechtes Fernsehen. Und der Werbeblogger hat sich diesmal einen gar nnicht krötigen Spot für den 1er BMW ausgesucht. Und auch gleich ein Plätzchen gefunden, wo man den Clip sich sofort ansehen kann. Film ab.
Big Opa
Broder sieht fern. Ihm macht das keinen Spass. Aber das, was er auf SPON dazu zu erzählen weiss, dann schon. Auch wenn er eigentlich sich übers Thema TV-Gebühren mokieren will. Die ja demnächst auch für Internet-PCs fällig sind. Aber das ist ein andres Thema. Wie Broder allerdings bei der Rentner-WG des MDR gelandet ist, verliert sich im Dunkel seiner Eskapade in die TV-Provinz.
Dass es beim Rentner-Big Brother noch langweiliger zugeht als im Original, liegt natürlich am mangelnden (offensichtlichen) Sex (was jetzt wohl weniger am fortgeschrittenen Alter der Hauptdarsteller als am öffentlich-rechtlichen Sendungsbewusstsein liegen mag).
Bei den Rentnern wird nur geredet und sublimiert. Udo und Walter versuchten in der letzten Folge (gestern Abend, 20.45 Uhr) ein Telefon anzuschließen (das heißt, den Stecker und die Steckdose miteinander zu verbinden) und machten dabei erstaunliche Entdeckungen: "Für das Telefon brauchst du keinen Strom." Später kämpften sie dann im Keller gegen eine Waschmaschine mit "rhythmischen Störungen" und warteten geduldig auf den "Schleudergang", wobei sich das, was man durch das Bullauge der Waschmaschine sehen konnte, nicht sehr vom Rest der Handlung unterschied.
Wer Da fängt das Leben an!, so der erschreckende Originaltitel, verpasst hat (und haben wir das nicht alle), kann hier ein wenig Video gucken.
25.05.05
BitTorrent findet Filme
Aus bittorrent.com, der offiziellen Download-Site für die (etwas sperrige) originale BitTorrent Software wird eine Suchmaschine. Dabei verlinkt die Site nicht direkt auf die Dateien, sondeern auf die sogenannten Tracker - eine Zusatz-Serversoftware, die wiederum auf die Dateien verweisen. Dahinter steckt Bram Cohen, der grungige Software-Popstar und Entwickler des dahinterliegenden Peer-to-Peer-Austauschprotokolls.
Für die noch nicht ganz so eingeweihten: über BitTorrent lassen sich massive Datenberge sehr kostengünstig verteilen. Praktisch für tauschfreudige Filmnutzer. Aber auch alle andren, denen ansonsten die Server platzen würden. So verteilt die NASA via BitTorrent ihre Software World Wind.
Wer die Probe aufs Exempel machen will (man suche zB nach "Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith"), wird gleich das Hauptmanko von BitTorrent feststellen: für Websites funktioniert das Peer-to-Peering nicht. Insofern ist die Site derzeit wegen Erfolgs geschlossen ...
Wetterfernsehen
Das Wetter in der Schweiz war (und ist und bleibt) sommerlich. In Basel auf der Orbit IEX zum Thema The Future of Entertainment panelisiert. Ich glaub, ich brauche Urlaub. Wenn ich mir dir Wetterkarte so ansehe ...
24.05.05
Vorbei mit Kabelfernsehen!
Das Thema DVB-T finden Kabelnetzbetreiber gar nicht lustig. Zum einen, weil die digitale Terrestrik im direkten Wettbewerb zum analogen Kabel als Geiz ist geil-Angebot gar nicht so schlecht aussieht (auch wenn das ÜberallFernsehen in Sachen Bildqualität und Angebotstiefe mit dem digitalen Fernsehen via Satellit oder Kabel nie mithalten können wird; geschweige denn, dass es seinem Namen gerecht wird. Überall hierzulande funktioniert's nun wirklich nicht, und wird es auch nie funktionieren können).
Zum anderen, weil erstmal über Gebührengelder der Sendebetrieb für's Privat-TV subventioniert wird. Und zum Dritten weil einige Elektrohändler beim Marketing für die DVB-T-Boxen ein wenig übers Ziel hinausschiessen.
Unter anderem wirbt Conrad Elektronik in einer ganzseitigen Anzeige mit "Achtung! Am 30. Mai wird abgeschaltet: Vorbei mit Kabelfernsehen! Sorgen Sie jetzt für Ihre DVB-T Ausstattung!" Media Markt druckt unter dem Slogan "Blöd, wer jetzt noch Kabelfernsehen braucht" in einer großformatigen Werbebeilage gar einen Kündigungsvordruck an Kabel Deutschland, zitiert Sat + Kabel den Deutschen Kabelverband.
Schöner für alle Beteiligten, inklusive Zuschauer wäre es natürlich, wenn Conrad und Co. genauso eifrig digitale Kabelboxen vermarkten würden. Dass dem nicht der Fall ist, liegt nun aber weniger an einer Verschwörung aller deutschen Elektroartikeleinkaufsdisponenten, als an ein paar hausgemachten Problemen der deutschen Kabler ...
23.05.05
Premiere: Mahr kommt, Wachs geht
Hans Mahr, langjähriger Informationsdirektor und Chefredakteur von RTL, wird Vorstand Sport und New Business bei Premiere. RTL Group-Chef Gerhard Zeiler: Mit Hans Mahr verlässt die RTL-Gruppe ein sehr profilierter und erfahrener TV-Journalist wie Medienmacher, der zum Erfolg von RTL im letzten Jahrzehnt wesentlich beigetragen hat. Ich bedanke mich für seine besonderen Leistungen bei RTL und wünsche ihm zugleich alles Gute für seine Zukunft. Dort verlässt wiederum Strategie-Vorstand Friedrich-Carl Wachs das Unternehmen. Ober-Premierist Georg Kofler: Wir alle wünschen ihm für seine Zukunft viel Erfolg und werden ihm gerne, in welcher Konstellation auch immer, wieder begegnen. An alle erfahrenen Abschiedswortexegeten - was wollen die Ex-Chefs uns damit sagen?
Grand Prix, mit Geld zurück Garantie?
Skandal! Sogar Trommel-Omi landet vor Schummel-Gracia! Abgeschlagen! Gedemütigt! LETZTER!. Kleinlicherweise hat BILD.de nun einen GEZ Tanz-Casting begeisterte junge Messebesucher. Vielleicht kann man die armen verblendeten Teilnehmer ja für den nächsten Grand Prox reaktivieren. Das spart wirklich Gebührengeld. Und Platz 24 schaffen die auch.
Gefunden hat das Schriftstück medienrauschen.
And the winner is ...
Naja, nicht ganz. Aber Frieders Fernsehtipps auf [Cockrockets] landeten jetzt immerhin schon mal auf Platz 2. Zumindest wenn man den Google-Suchbegriff "Fernsehtipp 18.05" eingibt. Ob er den Platz wohl ein Jahr lang verteidigen kann? Seine Tipp-Historie rechtfertigt meines Erachtens jedenfalls eine etwas regelmäßigere Top-Platzierung.
22.05.05
Die Geiz-ist-geil-Steadycam
Eine Nachricht für alle Hobby-Spielbergs, Nachbarschafts Lucasse und Vorstadt Ted Turners. Steadycams machen das, was der Name sagt: anstatt zappeliger Heimvideos schwebt die Kamera mühelos durch die Landschaft. Bisher kosteten die Apparate schnell 600, 700 oder 2.000 Euro. Johnny Chung Lee hat nun auf dem Web ein Handbuch veröffentlicht, wie man für 14 Dollar eine Steadycam bauen kann. Und Herr starfire hat das ganze gleich mal verfilmt. das ist das Ergebnis ...
Heute in USA, morgen bei uns?
MatMay ist in seinem Blog der Zeit voraus. Und zeigt uns die deutschen Seiten, die über das Herbstprogramm der US-Networks schon heute bestens Bescheid wissen. Fans der Desperate Housewives wird's freuen. Bei ABC geht auch in der nächsten TV-Saison gar nichts, aber auch gar nichts ohne das Hausfrauenprogramm für Fortgeschrittene.
21.05.05
Zocker.TV
Jetzt wird's ernst bei RTL. Vor knapp zwei Wochen eröffnete der Sender beim "Großen Preis von Spanien" die Internet-Plattform RTLTipp.de für Sportwetten. Eher beiläufig erwähnte der TV-Reporter beim Fachsimpeln mit Niki Lauda, daß man bei RTL nun auch Geld darauf setzen kann, ob Schumacher oder Räikkönen gewinnt. Richtig losgehen soll das Wettgeschäft jetzt am Sonntag beim Rennen in Monaco, weiss Die Welt.
Echt porno
Unter der Überschrift Eklige TV-Konzepte #1: Das ZDF und der Schulmädchenreport zerfleddert elle die neue ZDF Dokusoap Die harte Schule der 50er Jahre. "Nach fünf Minuten harte Schule wartete ich geradezu darauf, von Sky Dumont – der sich wohl aus Geldnot dazu überreden hat lassen, die Texte aus dem Off zu sprechen - zu hören:
Und nun werden die unartigen Schulmädchen mit dem dicken Prügel des Herrn Direktors bestraft."
Da kann SPON mit seinem eher tutigen Boot-Camp mit Adenauer-Flair nicht wirklich mithalten. Zumal elle ein ganz spannedes Moment auffällt. "Am meisten schockiert hat mich, wie willig die vermeintlich 'strengen' Lehrer und Aufpasser ihre Rolle spielen. Man hat das Gefühl, dass sie die Härte und Gnadenlosigkeit, die ihnen das Serienkonzept zugewiesen hat geradezu genießen. [Man hat da wohl verhärmte Arschlöcher gecastet.]"
Bei ZDF sieht man das Alles natürlich ganz anders. "Das Format, das auf dem erfolgreichen englischen Original basiert, passe zudem sehr gut zum ZDF und trage dem Bildungsauftrag des öffentlichen-rechtlichen Senders in ungewohnt konsequenter Weise Rechnung. 'Ziel war es, den Schulalltag von damals möglichst authentisch in Szene zu setzen und dies dem Fernsehzuschauer unterhaltend zu vermitteln', so ZDF-Programmdirektor Dr. Thomas Bellut."
Da kann man mal gespannt sein, wie da nachgearbeitet wird. Bei Channel 4, wo das britische Vorbild lief, steht jedenfalls die Debatte über Erziehungsysteme im Vordergrund - und nicht die Fernsehserie. Und die funktionierte anscheinend als eine Art Dauerwerbesendung für Hardcore-Erziehungsmassnahmen. 68 Prozent der Zuschauer geben an, dass die Schulerziehung in den 50ern besser war als die heutige ...
20.05.05
Betty geht nach Baden-Württemberg
Baden-Württemberg bekommt die Superfernbedienung. Zumindest mal findet Kabelnetzbetreiber Kabel BW das interaktive Spielzeug toll und gut und unterstützt in BW die Einführung von Betty.
Betty kann lernen (zumindest das, was andere Fernbedienungen auch können). Betty kann zeigen (weil sie ein schwarzweisses LC-Display eingebaut hat). Und mit Betty kann man spielen (weil sie über ein Stöpselchen in der Telefondose ins Telefonnetz funken kann). Zum Beispiel "Mehrwertdienste wie Preisrätsel, Quizspiele, Abstimmungen, Spiele oder Teleshopping". Und, um gleich vorzubeugen: Die Betty-Macher wissen ganz genau, dass nicht jede Informationen und Spielgeschichte teures Geld kosten darf.
Das einzige was ich wirklich nicht verstehe: warum nennt sich Betty so tautologisch eine "interaktive Fernbedienung". Weisser Schimmel, schwarzer Rabe, interaktive Fernbedienung. Denn eine nicht-interaktive Fernbedienung ist entweder ein bunt bemaltes Holzstückchen oder einfach nur kaputt.
Neun Live auf Chinesisch
Na ja, nicht ganz. TICTV alias The Interactive Channel funktioniert dann doch ein bisschen anders. "Während die Zuschauer auf einem geteilten Bildschirm das reguläre Programm sehen, können sie sich mit anderen per SMS, Webchat oder Webcam darüber austauschen. 'Das ist interessant für Werbekunden, weil die Zuschauer dann in den Werbepausen nicht mehr wegzappen", sagte [Sendergründer Robert] Chua." (Was wir via dpa und heise lernen).
Und im Gegensatz zur reinen TV-Rätselecke der Münchner Geht es bei TICTV auch mal um ganz ernsthafte Themen. Herr Fung Leung Lo (siehe oben) etwa darf sich im Format iCHANGING TIMER mit politischen Gegebenheiten befassen. Bei iADULT dreht sich der mitternächtliche Call-In-Talk dagegen eher um Themen unterhalb der Gürtellinie.
Was Sie schon immer über den Eurovision Song Contest wissen
... aber bisher nie auch nur daran gedacht haben, zu fragen. medienrauschen mit einem kurzen Rundumschlag zur vielgeliebten vielgeschmähten vielgesehenen gesamteuropäischen Schlagereuropmeisterschaft.
"Vor allem Deutschland leistete sich musikalische Entgleisungen, wie Rocco Reichel, Journalist und Radioreporter aus Dresden erzählt: „Als im Jahre 1976 der Grand Prix in Den Haag stattfand, sollte eigentlich Tony Marshall seinen Titel ‚Der Star’ aufführen- Allerdings wurde das Lied bereits einige Wochen vorher in einem Tanzcafé gesungen – ein deutlicher Verstoß gegen die damaligen Regeln“, berichtet der Fan des Song Contest, der jeden Zeitungsartikel darüber sammelt und sorgfältig archiviert. Und so kam es, dass die Les Humphries Singers nachrutschten. Die Gruppe, produziert von Ralph Siegel, landete mit „Sing, Sang, Song“ allerdings nur auf Platz 15 – von 18 teilnehmenden Ländern." Und nicht vergessen: morgen wird es ernst. Und nachdem wir ja 2005 schon Papst geworden sind, kann dieses Jahr eigentlich gar nichts mehr schief gehen.
19.05.05
Mehdorn kocht
Kochen. Kochen. Kochen. Kochen. Der dicke Kalli kocht. Der dünne Bio kocht. Und Mehdorn kocht auch. Naja. Fast. Der DB-Vorstand lässt kochen. Erstmal nur "Bahnkoch" Michael Nuhn in "Kochen & Co - Treffpunkt Casino" (ab 20. Mai 2005 bei Bahn TV, via Satellit und in einer Handvoll Kabelnetzen). Aber nachdem sich die Bahn ja im vergangenen Jahr noch mit der Abschaffung der Speisewägen beschäftigt hat, geht der Trend wohl nun zum portablen Esbitbrenner am ICE-Tischchen.
Voll krass viele Blogs
Seit dem Launch von MSN Spaces am 7. April gäbe es jetzt bereits 100.000 Spaces in Deutschland mit ca 500.000 Nutzern mit ca 500.000 Nutzern, heisst es von Microsoft. Als Promiblogger hat Bill Gates Erkan & Stefan engagiert.
Das liest sich dann so: "Yo, behind the scenes bei Wetten dass...? isses so geil! Wir haben original Shakira getroffen, und die is echt konkret nett. Sie sagt sie is voll oft und
gerne in Türkei. Mit knutschen und so ging aber nix." Und Trendbüro Geschäftsführer Oliver Perzborn darf im Auftrage Microsofts auch was zu sagen. "Das Internet war eine technische Revolution, Blogs sind die kulturelle. Blogging ist schnell, direkt, authentisch, vernetzt und damit besonders attraktiv für Jugendliche: Aus passiven Medienkids werden aktive Nachrichtenmacher - 'Private Publisher', die ähnlich wie seinerzeit beim Thema Graffiti Spuren hinterlassen." Voll krass. Ey.
18.05.05
Spike Lee dreht für BMW
Filmemacher Spike Lee ("Malcolm X" 1992, "Do the Right Thing" 1989) dreht für BMW in Buenos Aires einen Werbespot für den 3er Touring. "Der Amerikaner entfernt sich vom klassischen Werbespot, bei dem Produktbotschaften im Vordergrund stehen", dichtet man dazu bei BMKW. "Vielmehr hat der kritische Filmemacher ein anderes Ziel im Auge: Er arbeitet mit philosophischen Fragestellungen, die den Betrachter zum Nachdenken anregen sollen." Ein Glück, dass Lee kein Deutsch versteht.
Lernen & Spielen
Auf der E3 stellen sich die drei Spielkonsolengiganten mit ihren neuen Rechenmonstern erstmals der Öffentlichkeit. Und die Kistchen sehen nicht nur unterschiedlich aus. Auch technisch gibt es durchaus Unterschiede. "Allen drei Konsolen gemein sind sowohl die kabellosen Controller als auch ein WLAN-Anschluss und Online-Fähigkeiten, danach trennen sich jedoch die Wege von Microsofts Xbox 360, Sonys Playstation 3 und Nintendos Revolution", weiss man bei heise. Um dann die Unterschiede zu erläutern. Sehr brav. Auf E3 Insider kann man dagegen von zu Hause aus über das Spielspektakel schlendern. Oder Videos zur PlayStation 3 Presskonferenz ansehen. Nur der virtuelle Stand von AmericasArmy.com ist noch leer. Die virtuellen Soldaten der US Army sind wohl grade mit einem präventiven Erstschlag gegen die Alienmonster aus Halo 2 beschäftigt.
The missing Link
Da schau her. Die XBox will nicht nur Daddelmaschine sein. Tatsächlich handelt es sich bei der Microsoft-Maschine jetzt auch ganz offiziell um das Missing Link zwischen einem PC (veredelt mit der Windows Media Center Edition 2005) und dem Fernsehgerät und auch der Stereoanlage. Früher (also gestern) hieß das noch Media Center Extender, und sah gemeinhin aus wie eine Kreuzung aus Settop-Box, PC und Eierkocher.
17.05.05
peer to peer mit der BBC
Die BBC startet im September einen Peer-to-Peer-TV-Pilotversuch mit 5.000 Haushalten. Insgesamt 190 Stunden TV Programm, dazu 310 Radiosendungen, lokale Inhalte und Filme will The Beep für rund sieben Tage nach Ausstrahlung anbieten. Technisch basiert alles auf iMP, dem interactive media player, einer BBC-spezifischen Peer-to-Peer-Software mit integriertem Digital Rights Management. Partner im Piloten sind Siemens, BBC Broadcast und Kontiki (Peer to Peer-Spezialisten, gegründet von Netscape-Veteranen).
Wir zitieren Ashley Highfield, BBC Director of New Media & Technology: "iMP könnte das iTunes der Rundfunkwelt werden." Die Zuschauer könnten damit auf BBC-Fernseh- und Radioprogramme nach eigenen Gutdünken zugreifen. "Anytime, any place, any how - Martini Media". Na denn Prost. ARD, ZDF - wo bleibt ihr?
Warum Fernsehsender verschwinden werden
Seit ich über einen Breitbandanschluss verfüge, haben sich meine Fernsehgewohnheiten ebenfalls massiv geändert. Es ist einfach verdammt bequem, sich die aktuellen Folgen -- von sagen wir mal Galactica, den Simpsons, Alias oder 24 -- auf den Rechner zu laden und dann anzuschauen, wann man Zeit und Lust dazu hat", schreibt Mario Sixtus in seinem lesenswerten Warum Fernsehsender verschwinden werden. Und weist auch gleich auf eine Problemzone hin: die geladenen Sendungen sind gerne werbefrei. Der Zuschauer findet's gut. Der Sender gar nicht. Und damit auch nicht die Produzenten. Denn geht dem Sender das Geld aus, dann bestellt er weniger (und billigere) Produktionen.
Ob die von Mark Pesce aufgemachte Rechnung so schlüssig, wag ich mal zu bezweifeln. Denn wenn man den Platz des Sender-Logos an Sponsoren verkauft, dann kommt man in ein paar Problemzonen.
"Was an TV-Werbung nervt, ist das disruptive Moment", schreibt Sixtus. Stimmt. Und lauter ist sie auch. Aber was an ihr nervt, macht auch ihren Erfolg aus. Der sympathisch-ruhige Reeperbahnschlepper ist mir auch der liebere. Doch der Schreihals nebenan macht das Geschäft (Jamba läßt grüssen). Das permanent eingeblendete Logo stört keinen. Das ist nett. Aber reicht das aus?
Angenommen, eine Sendung bekommt 5 Millionen Zuschauer prognostiziert (ganz schön viele). Was zahlt ein Werbetreibender nun dafür? Die Währung heisst Tausender Kontakt Preis (TKP). Schwebt man in den höheren Sphären, dann gehen schon mal theoretische (will heissen: zu rabattierende) 25€, 30€ über den Tisch. Ein Dauereinblender würde nach diesem Schlüssel bestenfalls 150.000€ bringen. Abzüglich Rabatte, Handlings- und Akquisekosten, Agenturprovisionen etc. Beim WDR bekommt man dafür grade mal zehn Minuten Tatort ... Und ich hör die Werbezeitenkäufer jetzt schon zetern. So ein Logo ist doch null emotional.
OK, wir nehmen einen klickbaren MPEG-4-Stream und setzen noch einen Clip dahinter? Hmmhmm. Schon besser. Nur einbetten sollte ich ihn besser nicht. Kampagnen sind schliesslich gerne zeit- und ortsabhängig. Aber das kriegen wir auch noch hin. Zeit- und Ortsabhängige Clipzuspielungen - warum nicht. Und der erste Flash-PopUp als MPEG4-Layer wird dann auch nicht lange auf sich warten lassen ... Ein Päckchen Jahre wird allerdings verstreichen mögen. Als warnendes Beispiel sei hier auf die Entwicklung der Internetwerbung verwiesen. Das kann dauern.
"Das Charmante an dieser Idee: sie kickt einen Zwischenhändler aus der Nahrungskette. Künftig können Produktionsfirmen sich ihr Geld direkt vom Werbekunden holen. Der Broadcaster als Mittelsmann ist somit obsolet." Nana. Ich hab nichts gegen Zwischenhändler und Mittelsmänner, solange sie mir das Leben leichter machen. Supermärkte sind praktisch. So muss ich nicht alle paar Tage zum Bauern aufs Land fahren, Milch kaufen (oder der Bauer seinen Trecker satteln und zu mir in die Stadt zuckeln). Nur Supermarkt ist allerdings langweilig und schrecklich. Und Fernsehen heute ist gern ein bißchen zu viel Supermarkt. Aber gut. Im Bezahlfernsehen gibt's heute auch schon weniger Werbung (egal, ob das nun Premiere, GEZ, Kabelkiosk oder Kabel Home Digital heißt). Warum? Weil Geld über (Abo-)Gebühren kommt.
Das neue Video-Ökosystem kommt bestimmt. Aber nicht, um Fernsehen zu verdrängen. Das wird eine schnuckelige Koexistenz wie zwischen Kino und Fernsehen, Radio und TV oder CD und Download (hehe).
Die Traumjobs der Promis ...
Julia Siegel wäre also lieber Pizzabotin in München als Ex-Model ebendort. Mariella Ahrens (listet auf ihrer Heimseite unter Vita/Besonderes "Gesangsausbildung, Führerschein Klasse 3") malocht für vier Minuten als Krankenpflegerin in Berlin. Talk-Show-Moderatorin Vera IntVeen kocht ebensolang in einem fünf-Sterne Hotel in Rostock. Was ist denn das? Eine Kooperation von stellenanzeigen.de mit dem Sat.1-Magazin Blitz. "In der An- und Abmoderation der TV-Spots wird jeweils auf das Online-Portal von stellenanzeigen.de verwiesen, wo sich der interessierte Zuschauer auf den eben noch im Fernsehen dargestellten Arbeitsstelle direkt bewerben kann", radebricht die gemeinsame Pressemitteilung. Aber wer wird den Promis denn schon ihren Traumjob wegnehmen wollen? Machen wir's doch so: Vera darf weiter kochen. Und eine Mecklenburg-Vorpommersche Küchenmamsell darf den Mittagstalk schmeissen. Da haben dann alle was davon.
Sarah Connor privat
Auf jeden Fall sieht sie besser aus als Ozzy Osbourne, die deutsche Chanteuse Sarah Connor (die tatsächlich Connor heißt, und nicht etwa von einer Marketingabteilung neu getauft). Nun bekommt sie auf Pro 7 ihre eigene neunteilige Dokusoap - die "Osbournes" lassen grüssen. „Wir sind noch verrückter, weil wir eine viel größere Familie sind. Wir fluchen nur nicht so oft", behauptet sie nun im Vorfeld. Das glauben wir sogar. Schließlich zieht sie in der ersten Folge von „Sarah & Marc in Love“ aus dem sonnigen Florida nach Delmenhorst. Is ja irre ...
16.05.05
Calli schwatzt.
Der popkulturjunkie hat es selbst gesehen: "Calli kocht". Dass Reiner Calmund essen kann, das sieht man ihm ja an. Dass er als Moderator zumindest mal einzigartig ist (das wollen wir jetzt lieber nicht werten), hat er schon unter Beweis gestellt. Und was macht er jetzt beim Kochsender tv gusto? "Heißer Dampf wird nur aus den Töpfen aufsteigen, seinen Gästen wird Calli interessante Anekdoten entlocken, locker vom Hocker direkt auf den Tisch." Des "Kochevents der neuen Art" hat sich Herr popkulturjunkie angenommen. "Wäre die Italienierin nicht da, könnte die Sendung auch “Calli kommt vor lauter Reden nicht zum Kochen” heißen." Aber es kommt noch schlimmer ...
Spiele treiben HDTV
Mit der klassischen Unterhaltungselektronik ist das schon so eine Sache. Treiber für neue Klangerlebnisse ist längst nicht mehr die Musik (Jetzt in Stereo!), sondern DVDs und Spielkonsolen. Und beim Thema HDTV rechnen Branchenspezialisten mit einem eher ungewöhnlichen Treibsatz. Microsofts Xbox 360 und Sonys PlayStation III werden allesamt HDTV ausspielen können. Wenn auch eher als Dreingabe, denn als Hauptfeature (und glaubt man einigen Technikern, so ist es sowieso nicht allzuweit her damit).
Microsoft jedenfalls zeigt seine Box offiziell prinzipiell nur an HD-tauglichen Fernsehern von Samsung. Und was die Dinger wirklich können werden, zeigen die Hersteller auf der Electronic Entertainment Expo, oder E3. Zu diesem Anlass widmet die New York Times den HD-Spieleboxen eine ausführliche Seite (kostenlose Registratur benötigt).
15.05.05
Wegen Erfolgs geschlossen
"Wir gehen mit der Serie 'LOST' in eine Sommerpause, da diese Serie beim Zuschauer so gut ankommt, und wir verhindern wollen, dass die Zuschauer über die Sommermonate hin ihre Serie verpassen." Das schreibt Pro 7 Nicole Rensmann. Die findet das ein wenig merkwürdig. "Auf was freue ich mich jetzt? Auf wärmere Temperaturen oder auf den Herbst, damit Lost wieder gesendet wird?".
Gefunden via Prospero.
14.05.05
Telenovela auf irakisch
Liebe, Händchenhalten, Autobomben ... "Love and War", die Geschichte von Fawzi und Fatin, ist die populärste TV-Serie im Irak. In Nebenrollen: Amerikanische Soldaten (echt), die während der Dreharbeiten in Bagdad misstrauisch das Set kontrollieren ("Wenn man einMikrophon aufsteckt, denken die Hubschrauberpiloten immer, es sei ein Raketenwerfer", erklärt Schauspieler Qasim al-Malakh). Islamistische Bomben (gestellt), die ein paar Hauptdarsteller zerfetzen.
"Selbst die komischen Elemente können gewalttätig sein", schreibt die New York Times. "In einer Episode flirtet Fawzi so heftig mit Fatin, dss er nicht bemerkt, dass sein Auto - die Handbremse ist nicht angezogen - rückwärts einen Hügel hinunterrollt. Es rollt schnurstracks auf einen amerikanischen Checkpoint zu, wo die Soldaten, einen Autobombe befürchten, das Auto mit Kugeln durchsieben."
Die New York Times gibt's nur mit kostenloser Registrierung,
Die Heuschrecke als Popstar
OK, man leidet unter der Werbeflaute. Vor der Hauptversammlung sackte der vorbörsliche Kurs noch mal gute vier Prozent nach unten. Aber Münteferingsche Heuschreckendebatten hin, schlapper Börsenkurs her: Chef-Investor Haim Saban hat auch unter den P7S1-Kleinaktionären nch echte Fans. So beobachtete die Financial Times: "[...] Eigentlich strebte der Milliardär - lästige Journalisten fürchtend - dem Hinterzimmer zu. Aber als der junge Mann ihm ein großes Portraitfoto hinhielt, als sei das hier ein Popkonzert, kam er dann doch: "Nur eine Unterschrift?", fragte er. Dann schrieb er sogar noch eine persönliche Widmung dazu [...]."
13.05.05
Medien Balla Balla
Das Timing scheint gut. Nachdem Ex-Deutsch Banker Rolf Breuer als Aufsichtsrat der Deutschen Börse grade gut Federn lassen musste, packt nun auch seine Nemesis Leo Kirch aus. Erstmals nach der Insolvenz im Frühjahr 2002 äussert sich Kirch öffentlich zu den damaligen Ereignissen. Und dies im Spiegel. Im Vorfeld der Hauptversammlung der Deutschen Bank (wo Breuer ja noch den Aufsichtsrat führen darf).
"[...] Zu den Motiven seines juristischen Feldzuges sagte Kirch: 'Ich will Kompensation für das, was Herr Breuer an unternehmerischer Leistung zerstört hat. Von 11.000 meiner Mitarbeiter sind 5000 entlassen worden, und ich habe mein ganzes Vermögen verloren' [...]."
Ein paar Euronen mag er wohl noch auf der hohen Kante haben. Und so darf man mit Spannung die Kirchsche Regieführung für seine Großproduktion "Showdown am DB Corral" erwarten. Teil 1 endete für den Medienzaren eher tragisch ("Erschossen hat mich der Rolf"). Im Sequel ist noch alles offen. Vielleicht wird's ja ein Remake von $50,000 Reward.
12.05.05
Frag die Maus
Was wollen Kinder wirklich wissen? Ab Sonntag, dem 15. Mai, kann der werte Nachwuchs seine Fragen unter www.fragdochmal.info loswerden. Gesucht sind die 100 meist gestellten Fragen. Ab dem 3. Juli werden die ersten Fragen im Fernsehen und Internet beantwortet.
Nachdem mein Zwerg in Kreuzberg in den Kindergarten geht, mag das ja nicht ganz repräsentativ sein. Aber ich tippe mal, das mindestens zehn Prozent der Top 100 nicht ganz öffentlich-rechtlich jugendfrei sein werden.
Mein neuer Fernseher
HDTV? Wie langweilig. An der Uni Konstanz wefen acht Beamer "[...] das hochaufgelöste Bild von hinten auf eine 5,20 mal 2,15 Meter große Glasfläche - die Zuschauer sitzen davor. Die Bildschirmdiagonale misst 221 Zoll, dargestellt werden 4640 mal 1920 Pixel [...]".
Und was läuft heute? Massiv hochauflösende Multiplayergames? Oder doch eine Raubkopie von Star Wars: Episode III? Danke, lieber SPON.
Der Zustand des Werbefernsehen
77Records hat auf neon ein Problem. Mit der werbung. Im TV. Nicht, weil Werbung grundsätzlich schlecht ist. Sondern weil einem bei vielen Spots einfach nur schlecht wird. Und glaubt man seinen Kommentatoren, dann hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Lageorhynchus diagnostiziert: "[...] Von einer Branche, die Praktikanten schneller frißt, als andere Leute Brathühnchen, kann man doch eigentlich nichts besseres erwarten, als solche Produktionen, oder? [...]."
Gefunden hat dies alles plasmazustand.
Das ist ZEN-Fernsehen!
"The Joy of Painting" ist einfach unbezahlbar. Pro Sendung entsteht ein in Öl verewigtes Gesamtkunstwerk, das manchen röhrenden Hirschen vor Neid erblassen lassen sollte. Dazu plaudert Ross nonstop in einem beruhigenden Singsang-Ton und erklärt, wie man mit Spachtel und Palette aus erstmal unzusammenhängenden Farbflecken einen Sonnenuntergang mit schneebedeckten Gebirsgkiefer zaubert. Sehr nütze, sehr beruhigend.
Ross habe "die so genannte 'Nass-auf-Nass'-Maltechnik entwickelt, bei der die verschiedenen Farbschichten noch feucht übereinander gemalt werden. In einer halben Stunde entstehen so realistische Landschaften", heisst es vom BR, der auf seinem Digitalkanal BR Alpha Meister Ross in allerfeinster Regelmäßigkeit Pinsel und spachtel schwingen läßt.
Danke, kopfleere, für die Erinnerung an Bob Ross. Dabei hab ich doch direkt in der Nachbarschaft an der Münzstrasse ein Original Bob Ross-Malbedarfsgeschäft. Mehr zu Bob gibt's auf den Bob Ross Infoseiten.
11.05.05
Drehen Sie doch mal die Flasche um
Jawoll. Schleichwerbung im Fernsehen ist verboten. Aber auch
a) unumgänglich: sonst dürften weder I Robot (Alles Audi, oder was?) noch Cast Away (Tom Hanks wird geFedExt) im TV zu sehen sein.
b) im Unterhaltungs-TV vergleichsweise harmlos: wer in einer Welt ohne Markenprodukte leben will, muss auf den Mond ziehen (und sich auch noch beeilen).
c) und hat nur im journalistischen eigentlich nix verloren. Aber wozu auch? Dafür gibt es ja die klassische PR-Maschinerie ...
Zu Lindenstrassenanfangszeiten hat man die Kaba-Dose noch verschämt umgedreht (und trotzdem hat jeder gewusst, was in der gelben Büchse drin ist). Schlimm ist nicht das Product Placement, sondern das peinliche Product Placement. Gegen Will Smiths Audi hab ich gar nichts. So lange er micht nicht in echt von der Autobahn scheucht.
Wir ziehen in die Schweiz
Schweizer Zuschauer haben's besser. Nicht etwa, weil der Schweizer Kabelnetzbetreiber Cablecom Programme wie Silverline und KinoweltTV in seinem Digitalangebot vorhält. Die gibt's hier auch. Aber bei dem Schweizer Netzbetreiber finden sich auch RTL, SAT.1 und Pro.7 in digital. Während sich die beiden Senderfamilien hierzulande beharrlichst mit dem Groß-Netzbetreiber Kabel Deutschland fetzen und nur analog durchs Netz tröpfeln dürfen (und allen anderen deutschen Netzbetreibern ebenso untersagen, die Programmflaggschiffe digital einzuspeisen, bevor man sich mit KDG geeinigt habe). Was haben die Schweizer, was wir nicht haben?
Die Kirche der SF-Gemeinde
Oder so ähnlich ... Wo sonst kann man über "Odos Eimer reden, über den besten Blutwein-Jahrgang fachsimpeln oder einfach von eurem letzten Urlaub auf Risa berichten" (Jawoll, so geht's zum Star Trek-Forum). Und Prospero bewirtschaftet dorten den Doctor Who-Thread und zitiert sich mit dem folgenden englischen Klopf-Witz selbst: "Knock, knock. - Who is there? - The Doctor. - Doctor Who? - Exactly." Huhu.
10.05.05
Ruf! Mich! An!
Ob da wohl eher der Wunsch Mutter des Gedanken ist? Laut Quotenmeter beschäftigt sich das Justizministerium mit 9Live und seinen Spielchen. Liest man allerdings das originale V.i.S.d.P.-Interview mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries genauer, so antwortet sie auf die doch recht zielgerichtete Frage ("[...] TV-Gewinnspiele wie auf NEUN LIVE haben deutlich betrügerische Züge [...]" mit einem sybillinischen "[...] Gewinnspiele ohne Gewinnchance können im Einzelfall sogar strafrechtlich relevant sein [...]". Genau. Und in der Nacht ist es kälter als draussen.
Viel spannender sind da doch Auskünfte, wie etwa dass Otto Schily "technologisch immer ganz weit vorn" (das macht mir fast schon Angst), Jürgen Trittin und Renate Künast einen Blackberry haben "und Joschka Fischer glänzt mit den ausgefallensten Handy-Klingeltönen" (aus nicht mehr ganz aktuellem Anlass tippen auf die Titelmelodie zu "Ich bin ein Star - holt mich hier raus").
Offen bleibt nur eine Frage: Welche Minister drucken ihre Mails immer noch aus? O-Ton Zypries: "Dazu kann ich nichts sagen."
Will heissen: zumindest einer lässt drucken. Nur wer? Wir tippen auf den Ehrendoktor der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Szczecin ganz unten links. Zum Mitraten eine kostenpflichtige eMail an 0137@gertismedia.com.
Ach ja: Die Hirnreinigung hat's gefunden.
Geiz ist (manchmal wirklich) geil
80.000 € sind viel Geld. Es sei denn, man plant einen Special Effects-Spielfilm à la George Lucas. Denn für einen kleinen Aktenkoffer voller Dollars, Euros und Schweizer Franken bekommt man keine Harrier Jets, die durch die New Yorker Subway düsen, keine sich überschlagenden Polizei-Chevys, keine knalligen Explosionen, keine Helikopter sondern mit viel Glück und Überredungskunst zwei Tage im Studio.
Das war mal, sagt Regisseur James Mather. Für selbiges Geld drehte er den 20minütigen Actionstreifen "Prey Alone". Man betrachte die Trailer und bestaune, was ein kreativer Kopf mit einer Handvoll günstiger Technik alles anrichten kann.
Ab sofort zieht die Ausrede "das könnt' ich auch, wenn mir jemand 25 Millionen Dollar in die Hand drückt" echt nicht mehr.
sternTV (mal ganz anders)
stern.de-Redakteur Ralf Sander darf ins Fernsehen. Für die RTL-Show "Der große Deutsch-Test". Und lernt, wie echtes TV tickt: "[...] Endlich die Werbung. Die Promis dürfen auf die Toilette, wir nicht [...]".
Zocken mit RTL
RTLtipp.de ist schon online. Und mobile Dienste und vielleicht sogar ein eigener Spartensender sollen auch dazu kommen. Verantwortet wird das alles von der RTL interactive-Tochter Gambelino. Und weil das dann jemandem doch zu sehr nach Gambino klang, klebt überall nun der Stempel "RTL.de GEPRÜFT" drauf. Sachen gibt's.
09.05.05
Was passiert mit dem GEZ-Geld?
Was passiert eigentlich mit dem vielen GEZ-Geld? Ist gar nicht so viel, sagen die Empfänger. Da brauchen wir ein paar Groschen mehr. Erzählt erst mal, was ihr überhaupt damit treibt, sagt EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Jetzt wird's doch ernst für die Öffentlich-Rechtlichen. Denn die EU droht damit, dass es sich bei den Rundgunkgebühren um eine unrechtmäßige Beihilfe handle. Gar nicht, sagen die Vertreter der Länder (unter deren Hoheit die Kontrolle von ARD und ZDF fallen). Überhaupt nicht, sagen ARD und ZDF - und verstecken ein paar Millionen vor ihren Kontrollern in lustigen Vertragskonstrukten.
Ist damit bald Schluss? Wäre nicht verkehrt. Denn eigentlich könnten wir für unser privat-öffentlich/rechtliches ganz glücklich sein (Schon mal das superprivate US-TV am Stück geguckt? Oder italienisches Berlusconi-Fernsehen?).
Aber gut. Rein traditionell schaden ARD und ZDF sich am liebsten selbst. Ich sag bloss offiziöse Begründungen zum Thema Rundfunkgebühr und Erhöhung ...
08.05.05
Kinderalarm!
Der Froop-Zwerg ist also "die Enkelin vom kaum weniger anstrengenden 'Melitta-Mann' Egon Wellenbrink", weiss medienrauschen via Blitz. OK, Kinderquasselwerbung muss man nicht mögen. Aber in Bezug auf Kommentaren zu Kiddies würd ich mal sagen: immer schön auf dem Teppich bleiben. Der Zwerg kann schliesslich am wenigsten dafür. Denn "[...] die verantwortliche Werbeagentur ist Springer & Jacoby. Produziert wurde der TV-Spot von Made in Munich Filmproduktion, unter der Regie von Caroline Link (Story) und David Wynn-Jones (Food)". Und wirklich Schuld haben die Müllers.
In der Nacherzählung der Auftragsgeber liest sich das so: "[...] Die Kleine ist die Hauptdarstellerin des neuen froopigen Werbespots von Müller. In lustiger Kindersprache erklärt sie, wieso der Frucht-Kick von Froop so einzigartig fruchtig und erfrischend ist. Denn die frischen Früchte kommen erst mal in den Mixer, um dann als leckeres Fruchtmark den frischen Joghurt zu krönen. Zum Beweis schnappt sie sich einen Becher und löffelt ihn genussvoll aus. Und weil’s noch leckerer als lecker schmeckt, betont sie: „Mama sagt dazu Froop – aber ich sag Fruchtalarm!“[...]". Und das sei nun "charmant-witzig erklärt mit der authentischen Emotion eines kleinen Mädchens".
Authentische Emotionen. Soso.
07.05.05
US -Gericht winkt Broadcast-Flag ab
Die US-Rundfunk- und Telco-Kontrollbehörde FCC wollte eigentlich die "unkontrollierte Verbreitung von digitalen Fernsehinhalten" verhindern. Und schoss dabei nach Ansicht zahlreicher Bürgerrechtsgruppen, aber auch politisch unverdächtiger Gruppierungen wie den Bibliotheksverband, weit übers Ziel hinaus. Jetzt hat ein Gericht den Bemühungen der FCC erstmal den Stecker gezogen.
Mal sehen, ob vergleichbaren Bemühungen hierzulande damit auch der Wind aus den Segeln genommen wird. Aber nachdem in Deutschland ja nicht mal die kontrollierte Verbreitung von digitalen Fernsehinhalten so richtig abheben will ...
Live aus Little Italy

"Für mich noch schöner als Snooker!", schreibt Bundy auf usage.de.
Und wo er recht hat, hat er recht.
06.05.05
Keine Konkurrenz
Das ist doch nett: TV Today vermeldet via dpa auf der Titelseite, dass Wettbewerber TV Movie eine ganz dolle Emnid-Umfrage in Auftrag gegeben hat. "Ein Drittel der Zuschauer in Deutschland ist mit dem Fernsehprogramm unzufrieden. Nach einer Emnid-Umfrage für die Zeitschrift «TV Movie» finden 35 Prozent der rund tausend Befragten, dass das TV-Angebot 2005 im Vergleich zum Vorjahr schlechter geworden sei." TV Movie schweigt sich netztechnisch darüber lieber aus. Und das ist auch gut so. Schliesslich sind Umfrage und Ergebnis in etwa so überraschend wie der Ausgang von Dinner for One.
05.05.05
Schmidt fetzt in der FAZ
Harald Schmidt fetzt gegen Köln, und das auch noch in der FAZ . Im Rundumschlag bekommen die Neukölner von n-tv ihr Fett ab ("[...] mein Eindruck ist, daß die nur drei Mitarbeiter haben, die sich umschminken oder andere Perücken aufsetzen. Das wird aus dem Hinterzimmer heraus betrieben [...]"), Staatssekretärin Miriam Meckel wird als "Landesmediendomina" tituliert, den Big Brother-Insassen König Harald eine grosse Zukunft als "Produktionsleiter oder Senderbosse" prophezeit. Aber so ist das, wenn man "eine Autobahnabfahrt mit Schlafgelegenheit" als Lebensmittelpunkt hat.
Gefunden hat dieses Edelsteininterview woweezowee.
04.05.05
Ex-n-tv Chef will NRW Fernsehen
Aus tv.nrw wird NRW.tv - nachdem die LfM als lizenzgebende Landesmediensanstalt dem Regionalsender den Stöpsel gezogen hatte. Nun will n-tv-Gründer Karl-Ulrich Kuhlo den maroden Sender unter neuem Namen und mit minimierten Budgets wieder aufpäppeln. Mit seiner Deutschen Fernsehnachrichten Agentur Produktionsgesellschaft bestreitet Kuhlo schon jetzt den Nachrichtenpart von tv.nrw.
Regional-TV bleibt in Deutschland ein hartes Pflaster. Zum Thema Airlines geht der Spruch ja folgendermassen: wie wird man am schnellsten Millionär? Man fängt als Milliardär an, und startet dann eine Airline. Regionalfernsehen funktioniert genauso, nur in klein-klein. Regional eben.
Vorsicht, Promi-Blogger
Diane Keaton, Warren Beatty, John Cusack, Gwyneth Paltrow, Arthur Schlesinger Jr. David Mamet, Norman Mailer, David Geffen, Barry Diller - alle wollen bloggen. Ab 9. Mai auf The Huffington Post . Sogar Nachrichtenlegende Walter Cronkite, mittlerweile mindesten 188 Jahre alt, will nochmal in die Tasten hauen. Oder wohl eher hauen lassen. Denn echte Promis haben keine Zeit. Und die B-Klasse wandert im Auftrag von A-Klasse Sendern durch den Dschungel.
Stellt sich die Frage: wie würde sich die Teilnehmerliste im bisher eher blog-freien Deutschland lesen? Aus Diane Keaton wird Hannelore Hoger, Warren Beatty zu Dirk Bach, Gwyneth Paltrow heisst hier Alexandra Neldel und für Walter Cronkite springt Anne Will ein (definitiv ein Schritt in die richtige Richtung!). Ansonsten warten wir weiter auf die Segnungen des Ratzi-Blogs.
Erste HDTV-Übertragung in MPEG4 per DVB-T
Es geht also doch: Super-HDTV-Bildqualität beim manchmal etwas pixeligen Überall-Fernsehen DVB-T. Zumindest in der grauen Theorie und auf bunten Messen. Und erstmal nur am 10. Mai und nur in London auf der Streaming- und Broadcast-Veranstaltung Mediacast. Auf das digitale, terrestrische Hochqualitätsfernsehen im neuen Kompressionsstandard MPEG4 werden wir jedoch aus rein praktischen Erwägungen verzichten müssen. Denn die real existierenden Boxen am Markt können nur das gute, alte MPEG2. Und für eine parallele Ausstrahlung in den unterschiedlichen Standards fehlt die Frequenzen. Na gut. Es bleiben ja Kabel und Satellit. Da laufen schon siet einiger Zeit die ersten HDTV-Tests in MPEGs und MPEG4. Und damit gucken sowieso die meisten hierzulande.
03.05.05
PCs im Wohnzimmer
Dass 85 Prozent der Befragten beklagen, dass "nichts läuft", wenn sie Zeit zum Fernsehen haben - OK. Dass aber schon 27 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben über einen digitalen Videorekorder verfügen kann nur einen Grund haben: die Umfrage lief auf Sceneo. Und deren Software TVcentral verwandelt PCs in, genau: digitale Videorekorder.
Dahinter steht im Übrigen Buhl Data - nach Eigenauskunft "eines der führenden Softwarehäuser Europas", dank WISO-Software gross geworden und via Sceneo Betreiber der "sinnvollen Vernetzung von Büro und Wohnzimmer". Wenn das heisst, das mein Büro ab sofort einen Barschrank bekommt, bin ich jedenfalls sehr dafür.
Handelsblatt: KDG umarmt RTL
„'Wir verhandeln sehr konstruktiv mit der RTL-Gruppe. Wenn die Gespräche so weitergehen, erscheint eine Einigung im ersten Halbjahr möglich', sagte KDG-Chef Roland Steindorf dem Handelsblatt."
Ein Glück, dass die Verhandlungs"partner" die Digitalisierungsagenda 2010 wirklich verinnerlicht haben. Denn wenn's beim bisher vorgelegten Tempo bleibt, dann erscheint eine Einigung im ersten Halbjahr 2010 fast machbar. Kann natürlich immer noch was dazwischen kommen, ganz klar.
01.05.05
Patrioten-TV: Typisch deutsch? Typisch ARD!
"Am Ende, nach über 160 Minuten, die so schnell vergingen wie eine Darmspiegelung auf einer Benefizgala zugunsten der Krebshilfe, stand die 'deutsche Seele' voll rehabilitiert da, nicht wie zu Anfang von Frau Kock angedroht, als eine Mischung aus "Heidi Klum und Otti Fischer", sondern wie eine Kreuzung aus Mutter Teresa und Harrison Ford." Herr Broder und sein Lieblingsthema, die treudeutsche Befindlichkeitsintubation.
Warum, warum hatte ich nur was besseres vor? Aber man muss ja nicht alles gesehen haben.
Bianca Wege zum Glück
Die ZDF-Telenovela zum Mitlesen. Kommentatorin Wilma bringt es auf den Punkt: "Die Zusammenfassung ist fast besser als das Original. Zumindest humorvoller!" Jawoll.
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