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31.08.05
Die Digital-Verweigerer
Digital Fernsehen ist besser. Echt wahr. Ohne EPG und Service-Infos mag ich gar nicht mehr gucken. Aber man soll ja nicht von sich auf andre schliessen: Mit einer "Digital-Quote" von rund 25 Prozent und neun Millionen Haushalten liegt Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Staaten auf einem hinteren Platz, teilte die Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten am Dienstag mit. In Großbritannien etwa haben 60 Prozent der Haushalte digitales Fernsehen, weiss die FTD.
Bei der Pressekonferenz der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten sass ich auch dabei. Das Kabel ist der Flaschenhals der Digitalisierung, sagte Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Leider wahr. Woran das liegt, daran scheiden sich die Geister. Die komplexe deutsche Kabelstruktur hat damit sicher viel, ebenso die Verweigerungshaltung von P7S1 und RTL (die sich beharrlich weigen, digital ins Kabel eingespeist zu werden), aber auch eine Abkopplung der Geräteindustrie von den Distributoren. Festplattenrekorder oder DVD-Brenner gibt's immer noch gerne mit analogem Kabeltuner. Das ist wenig zielfördernd. Und dass die Netzbetreiber sich traditionell lieber gegenseitig bekriegen, an statt mal gemeinsam an einem Strang zu ziehen, macht die Sache auch nicht besser.
Insofern wundert's nicht, dass das Minderheitenprogramm DVB-T (terrestrisch sehen in D'land nun Mal wirklich nur noch ein paar Prozent der Haushalte) in der öffentlichen Meinung sich als das digitale Fernsehen hat festsetzen können. Eigentlich peinlich, dass die quasi-behördlichen Landesmedienanstalten bessere PR hinbekommen als die privatwirtschaftlich organisierten Netzbetreiber.
Wer den kompletten Digitalisierungsbericht 2005 durchsehen will: zu finden ist er hier.
ALM - Satellitenhaushalte sind Vorreiter der TV-Digitalisierung – DVB-T erfolgreich – Kabel hinkt hinterher/Landesmedienanstalten legen Digitalisierungsbericht vor: Jeder vierte Fernsehhaushalt empfängt digital
FTD - Digitales TV in jedem vierten Haushalt - Medien
30.08.05
Alles klar
Ab den Münchenr Medientagen Ende Oktober werden Sat.1 und ProSieben hochauflösend via Satellit abegstrahlt - und wollen damit die Ersten sein, die in Deutschland mit HDTV in den Regelbetrieb gehen.
Die Programmteile, die nicht nativ in HDTV produziert und erhältlich sind, werden aufwärts konvertiert, so dass sie qualitativ dem DVD-Standard entsprechen. Ende des Jahres 2006 wird die ProSiebenSat.1-Gruppe die Entscheidung für den Regelbetrieb von Sat.1 HD und ProSieben HD und eine mögliche Ausweitung auf Kabel und Terrestrik überprüfen.
Letzter Satz bedeutet wohl, dass spätestens dann endlich die digitale Einspeisung ins Kabel erfolgen muss (analog HDTV in schwarzweiss wäre auch eher die Domäne der RTLer). Bisher weigern sich P7S1 und RTL Group beharrlich, mit ihren Programmen digital via Kabel weiterverbreitet zu werden. Mögliche Ausweitung auf Kabel und Terrestrik muss allerdings auch gar nichts heissen. Denn terrestrisch, sprich bei DVB-T, spielen die Privaten aus Kostengründen in einigen Versorgungsgebieten von vorneherein nicht mit. Und HDTV via DVB-T kostet auch nicht weniger als die Standardauflösung ...
Presseportal: ProSiebenSat.1-Gruppe strahlt Sat.1 und ProSieben in HDTV aus
Premiere bald umsonst
Da schau her. Ab der Saison 2006/2007 gibt es die Top-Begegnungen der der UEFA Champions League exklusiv bei Premiere. Und, als Randnotiz dazu: Premiere garantiert gegenüber der UEFA, pro Saison 13 Spiele live im Free-TV (1 Begegnung pro Spielrunde) zu zeigen, auf einem Sender, der Premiere gehört oder vom Unternehmen kontrolliert wird. Premiere beabsichtigt, einen Free-TV-Sender zu erwerben oder aufzubauen.
Presseportal: Premiere erwirbt Free-TV und Pay-TV-Rechte an der UEFA Champions League
28.08.05
Briten-Liga an Telco?
Mit Fussball kickte sich Sky an die britische Pay-TV-Spitze. Ohne Fussball wäre Premiere ein Fernsehzwerg (und um seine Sportsbars ärmer). Nun soll sich der britische Telco-Riese BT (vormals British Telecom) für TV-Fussballrechte interessieren. Allerdings geht's nicht um exklusive Deals, sondern vielmehr um's Aushebeln der Ausschliesslichkeiten. Was dank neuer EU-Regelungen wohl machbar sein wird. Und auch in Deutschland warten schon ein paar Streiter auf's neue EU-Recht ...
IOL: BT 'may bid for Premier League TV rights'
27.08.05
Bejing sucht den Superstar
Das nenn ich Einschaltquote. Zum Finale des chinesischen Superstar-Dramoletts klinkten sich 200 Millionen Zuschauer ein. Da müssen sich die RTLer noch ein wenig an die Decke strecken. Hat doch allein die Siegerin mehr SMS bekommen als die nächste deutsche Staffel an Zuschauern ziehen wird. BSDS führt vor DSDS klar nach Punkten ...
Xinhua - Super Girls: boon or farce in TV entertainment industry
China Daily - Li Yuchun voted Super Girl
26.08.05
Fernsehen nervt
... nicht Fernsehen aber auch. So jedenfalls das Ergebnis einer Studie des Stern. Nur 16 Prozent können sich demnach ein Leben ohne Fernseher vorstellen ... Ohne den wöchentlichen Stern kommen da doch ein paar Handvoll mehr aus.
Viele Deutsche von Fernsehprogramm genervt
25.08.05
Stadt, Land, Fluss
Das nenn ich Marketing. Der US-Pay-Sat-Service Dish hat einen ganz schlauen Gimmick aus der Zeit der New Economy wiederbelebt. DISH City Makeover verspricht: wenn eine Stadt sich permanent in DISH umbenennt, bekommen ihre Einwohner zehn Jahre lang umsonst ein komplettes Satsystem samt aller Pay-Programme.
Ernsthafte Bewerbungen bitte an CityMakeover@dishnetwork.com.
Da macht keiner mit? Von wegen. 1999 kam auf ähnlichem Wege Halfway, Oregon, zum schönen neuen Stadtnamen half.com.
EchoStar Communications Investor Relations - Rename Your Town 'DISH,' Get Free Satellite TV for 10 Years
Viiv
Schluss mit Pentium, jetzt kommt Viiv (oder VIIV?). Nicht ganz. Pentium bleibt Pentium, aber für zu Hause bekommen sie einen neuen Sticker draufgeklebt und ein Päckchen Software dazugelegt. Die Super Multimedia Maschinen werden in verschiedenen Formen, von schlanken Unterhaltungselektronikgeräten ähnlich einem DVD-Spieler bis zu klassischen Desktop- oder Tower-PC-Designs erhältlich sein, weiss die FTD. Und besser noch: ist der Rechner erst einmal gebootet, kann er per Fernbedienung auf die Schnelle angeknipst werden.
FTD - Intel bläst mit "Viiv" zum Angriff auf die Wohnzimmer - IT+Telekommunikation
23.08.05
Cross Media Ownership
Cross Media Ownership ist, wenn zB Verleger Fernsehen machen. Oder kaufen. Im Rahmen der geplanten Pro7 Sat.1-Übernahme durch den Axel Springer Verlag kommt die Debatte zur Regulierung der Medienbesitzverhältnisse gerade neuen Schwung.
SPD-Medienprofessor Peter Glotz äussert in der Zeit nun seine Zweifel an Sinn, Nutzen und Durchsetzbarkeit derartiger Konzentrationsbremsen. Sein Beispiel: der vielzitierte US-Markt mit seinen strengen Einschränkungen für lokale Verleger und ihre TV-Interessen. Man könne sich fragen was diese Regeln in den USA – in denen über eine Lockerung diskutiert wird – gebracht haben. Kaum ein Medienmarkt in demokratischen Gesellschaften ist so vermachtet wie der amerikanische. Rupert Murdochs Fernsehnachrichten Fox News bürgen für Propaganda feinster Sorte, eine seriöse Lokalpresse gibt es nicht, und ein paar wunderbare Schwalben aus New York, Washington und Los Angeles machen noch keinen Sommer. Der amerikanische Journalismus bietet Spitzenleistungen, wie es sie sonst kaum gibt. Millionen Amerikaner aber sind trotz der fabelhaften Kommunikationsbehörde FCC mit sensationslüsternen Networks und der landesweiten, bilderlastigen Tageszeitung USA Today allein gelassen.
Und, ganz abgesehen davon: rechtliche Handhaben gäbe es praktisch nicht.
Die Zeit - Wirtschaft : Medienmacht
22.08.05
Ganz schön aufgeblasen
Deutsche Ingenieurskunst hat's geschafft: der Fernseher zum Aufblasen ist da. Ein Riesending. Denn der Fernsehwürfel benötigt eine Stellfläche von acht mal acht Metern. "Mit einem Kaufpreis von rund 90 000 Euro ist der große Aufblas-Fernseher billiger als die vierwöchige Leihgebühr für eine konventionelle LED-Leinwand", sagt biggAIR-Geschäftsführer Oliver Rasch. Nicht ganz meine TV-Liga. Aber wenn ich das nächste Mal 3.000 Freunde zum Fernsehabend einlade, denk ich an das Teilchen.
Presseportal: Riesenfernseher zum Aufblasen
Papa Ratzi Superstar
Zu Papa Ratzis Medienspektakel gibt's auch inoffizielle Merchandiseartikel. Zum Beispiel bei teeblurbs! So gehört sich das auch für multimediale Popstars im fortgeschrittenen Alter.
Presseportal: Rund 250 Millionen Menschen in aller Welt verfolgten die Übertragung des Abschlussgottesdienstes mit Papst Benedikt XVI. // Pleitgen dankt den Organisatoren des XX. Weltjugendtages
Verrücktes Huhn enteiert
Na also. MTV und Viva wollen die Klingeltonhausier in die Schranken weisen. MTV werde ab Oktober keine Klingeltonwerbung mehr zwischen 16.00 und 24.00 Uhr senden, bei Viva werde die Klingeltonsperrzeit im März eingeführt, hiess es vorab vom Spiegel. Da sind wir ja mal gespannt, wie das sich auswirkt auf a) die Einschaltquoten von Viva und b) die Umsätze von MTV. Und auf die nächsten Schritte, nachdem Viva plus des nächtens schon zu einer Art Kiddi-9Live mutiert ist ...
Digital TV: Weniger Klingelton-Nerv bei MTV und Viva
20.08.05
Plasmalampen
Fernseher sind nicht die ideale Raumbeleuchtung. Selbst bei der BR-Spacenight flickert und flackert das Zimmerchen nervös. Japanischer Erfindungsreichtum hilft hier weiter, mit einer echten Low Tech-Lösung. DVD Light ist, genau: eine DVD, die den Fernseher in bunten Farben erstrahlen lässt. Und die das 1.500 Euro-Plasmadisplay in eine plattgedrückte 30 Euro-Lavalampe verwandelt.
DVD Light - dvd, light, light display, lighting
Via Gizmodo.
19.08.05
Fussball “möglichst zeitnah"
Wann rollt die Kugel? Und wo? allesaussersport fräst sich für uns durch die komplexe Welt der Fussballrechte. Denn der Ball ist zwar immer noch rund, das Spiel dauert immer noch 90 Minuten - aber: wann werden denn in Zukunft welche Bundesligaspiele in welchem Sender zu sehen sein? Und was machen die Sponsoren, wenn die Spiele erstmal exklusiv bei Premiere laufen (und erst des nächtens im Free-TV)?
allesaussersport » DFL und TV – eine Dreiecksbeziehung
17.08.05
Schmidtcasting
Podcasting ist ein schickes Wort. Apples iPod ist nur der Namenspatron. Über Apples iTunes lassen sich zwar auch Podcasts abonnieren. Die Betonung liegt jedoch auf AUCH.
Gut: Apple hat bekannt gegeben, dass iTunes Anwender in den ersten beiden Tagen seit Veröffentlichung von iTunes 4.9 mehr als eine Million Podcasts aus dem neuen Podcast-Verzeichnis abonniert haben.
Besser: Apple startet den Countdown zu einer halben Milliarde verkaufter Songs im iTunes Music Store mit einer besonderen Aktion. Das 500fache. Hat aber auch ein paar Jahre gedauert.
Seisdrum. iSchmidt, der Schmidt-Podcast, ist jedenfalls echtes iPodcasting: im iTunes-Store gibt's nichts umsonst. Bei Schmidt auch nicht. Bild hat's ausgerechnet: jede Sendeminute kostet im Einkauf bei Schmidts echte 4.166 öffentlich-rechtliche Euronen. Ein typischer Schmidtspruch liegt damit zwischen zwei- bis sechstausend Euro.
Der knapp zehnminütige Schmidtcast kostet dagegen nur glatte 99 Cent. Ein echtes Schnäppchen also.
Gefunden bei: Harald Schmidt gibt die Podcasting-Nutte - netzausfall
Der Papst im RTL-Shop
Naja, nicht ganz. Viel schlimmer. Im RTL-Shop gibt's den Herrmann Bär Papst Benedikt XVI für nur 169,95 Euro. Wem das zu teuer vorkommt: im Lieferumfang enthalten sind:
- Papstbär
- Mit Papststola
- Mit Gold-Spitzen Ornament
- Holzkreuz
- Brosche mit Abbild Papst Benedikt XVI
Und, das grösste Plus: Echte Päpste sind in Anschaffung wie Unterhalt bedeutend teurer. Yamb hat glaub ich trotzdem keinen gekauft.
yamb - » Shopping-TV: Papstbär Benedikt XVI
Vorbei
Da hat minblog aber ein hübsches Bild gefunden. Kinders, wenn man neben der Glotze sitzt, dann funktioniert das nie mit dem Fernsehabend. Mein persönlicher Favorit ist allerdings das PR-Foto zum Toshiba Qosimo, dem Riesenlaptop, mit dem man auch Fernsehen kann. Der Media Center-Rechner als leicht zeitversetztes (weil encodendes) Zusatzdisplay auf dem Tischchen direkt vor dem TV. So was brauch ich auch.

minblog: am Fernseher vorbei
16.08.05
Unterirdisch
Wenn U-Bahn-Betreiber zum Medienunternehmen werden, dann kann ganz leicht was schief gehen. Bestes Beispiel: die Berliner BVG mit ihrem Millionengrab Berliner Fenster. Alle gucken zu (in der U-Bahn). Nur die BVG guckt in die Röhre. Und verkauft nun den Verlustbringer - gegen Zuzahlung von knapp 15 Millionen Euro. Womit der mediale Ausflug insgesamt schon mehr gekostet hat, als die letzte Tariferhöhung einbrachte. Sollte eben jeder tun, was er kann. Bertelsmann betreibt ja auch kein U-Bahnnetz. Glaube ich.
Berliner Zeitung: Berlin - Das rollende Millionengrab: U-Bahn-Fernsehen schreibt Verluste
15.08.05
Vorbildlich zeitsparend
Fernsehhäppchen aus Kanada. Mit der Zielgruppe short-attention-span guys between the ages of 18 and 34. Selbst die Werbung dauert bei Bite TV nur fünf bis zehn Sekunden.
Bite TV
Bite plans to make TV interactive
13.08.05
Ertappt!!
Einen verräterischen Blick hinter die Kulissen des deutschen Privatfernsehens gibt's bei Prime Time - der Fernsehmanager. Das Spiel, welches im November in den Handel kommen soll, wird sich vor allem an Liebhaber von Strategie-Spielen wenden, die dann ihr eigenes TV Imperium aufbauen dürfen, freut sich der TVBlogger. An den Start geht der TV-Manager als Vollpreisspiel. Will heissen: preislich liegt man zwischen meinen Investitionen in eine Stange Zigaretten und Herrn Döpfners Investitionen in P7S1.
Und warum verräterisch? Der Media Sales-Mann auf dem Screenshot hat da so eine Option, die man dem öffentlich-rechtlichen Wettbewerb grad gern um die Ohren schlägt. Der Schlingel will Product Placement-Gelder! Aber ist ja alles nur ein Spiel ...
Und laut der kommenden EU-Direktive sowieso bald weitgehend erlaubt. Und iRobot ohne den Placement-Audi mit Will Smith im Gebraucht-Logan wäre auch ein wenig doof ...
TVBlogger.de - Aktuelle TV News » „Prime Time – Der Fernsehmanager“
11.08.05
Das Vierte (update)
Alsooo ... das Vierte soll tatsächlich Das Vierte heissen. Und DWDL weiss, mit welchem Programm der Universalsender ab Ende September an den Start gehen wird: Mit US-Serien wie "Magnum", "Quincy" und "Knight Rider" in der Daytime sowie Hollywood-Spielfilmen zur Primetime will der Sender "the Power of Hollywood" zeigen.
Und ja, meine vorige Rechnung geht nicht auf. Hab ich doch glatt Tele5 vergessen,
DWDL.de - Bescheidenheit hat hier keinen Platz: Am 29. September startet Das Vierte
Das Vierte
Das Vierte kommt. Vom US-Medienriesen NBC Universal, der dem neuen Kanal die stolze Tagline Wir sind Hollywood verpasst hat. Ob die TV-Zahlenmystik so aufgeht, sei dahingestellt. Das hehre Ziel wäre es natürlich, Das Vierte auf Platz vier der Fernbedienung zu implantieren. Tatsächlich wären zumindest namensmässig die vier, fünf, sechs und acht noch frei. Um Platz 1 balgen sich Das Erste (Alter vor Schönheit), Sat.1 und Kabel1. Platz zwei gehört traditionell dem ZDF (wer will sonst schon freiwillig nur Zweiter werden?). Die Dritten der ARD beanspruchen zu neunt die Drei. Bleiben nur noch Pro7 und 9live als Zahlenspieler. Informelle Umfragen zeigen jedoch schnell: auf der Vier liegen meist RTL oder Sat.1. Da haben's Newcomer schwer (weshalb ja Nachzügler Pro7 auch Pro7 heisst, und nicht Pro4).
Mehr zur Vier:
medienrauschen: Kommt jetzt “Das Vierte”?
DWDL: "Das Vierte": NBC Universal und die Verwirrung um den Namen.
TV Blogger: “Das Vierte” Erste Informationen.
10.08.05
tagesschau (fast) als Podcast
Nach einem Test ist es jetzt soweit: Die gute, alte tagesschau gibt's nun auch als Podcast. Zumindest fast. Denn eigentlich fehlt tatsächlich mehr als die Hälfte. Nämlich das Bild. Den Nachrichten-Podcast der ARD gibt's nur als MP3-Dateien. Eigentlich wäre also ein Rebranding fällig. Guten Abend, meine Damen und Herren, hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der tageshör ...
Gefunden von Mac Essentials - das Mac-Blog von TextLab
Schützt Sarah Kuttner
FAULit sorgt sich um Moderatöse Sarah Kuttner. Zwar stünde sie noch nicht auf den Roten Listen der bedrohten Viva – Moderatoren. Aber sicher ist sicher.
Alle die sich mittels eines Kommentars zu diesem Beitrag für die Sarah Kuttner Show aussprechen, die auf der Straße demonstrieren oder Protestbriefe schreiben, die etwas in diesem Land bewegen möchten, sind nun aufgerufen, eben dies zu tun. Wir, das heißt alle die gleich denken wie ich, möchten nicht (nur) solche billigen Trash-Sendungen im Fernsehen sehen. Wir glauben, die Zuschauer haben etwas besseres verdient, als Pimp-My-Klingeltonwerbung und irgendwelchen Dating-Shows.
FAULit - Nix zu tun. - SSV - Schützt Sarah Kuttner (mit Show)
09.08.05
Der Mega-Videorekorder
Am gewöhnlichen Videorekorder programmieren scheitert gemeinhin auch ein gewöhnlicher Diplom-Informatiker. Festplattenrekorder machen den Vorgang mit ihren EPGs (elektronischer Programmführer) schon leichter. Promise TV geht noch einen Schritt weiter. Die BBC-Entwickler haben solide 3,2 Terabyte in einen Standard-PC gepackt. Genug, um eine Woche lang sämtliche Sendungen von zwölf verschiedenen britischen Sendern aufnehmen zu können. Besonders schön: das Projekt, dass ab Anfang August unter promise.tv besichtigen lässt, wird von der BBC als Open Source Software zur Verfügung gestellt. So lobt man sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen.
Technology Review | TR aktuell | Das ganze Fernsehen in einem Computer
Ein Herz für Oxford
Wahre Fans: Schöner hätte man auch aus keiner Soap rausgeschrieben werden können: Meine Lieblingsrichterin Dr. Ruth Herz verlässt das RTL-Jugendgericht und folgt einem Ruf der Universität Oxford, um dort ein „Forschungsprojekt über Medien und Justiz“ zu leiten. Ruth, ich bin sehr stolz auf Dich! Ihre Nachfolgerin wird die „Essener Richterin Kirsten Erl (38).
zoomo » Blog Archive » TV: Dr. Ruth Wenders
07.08.05
Der Bunny-Container
Ein bisschen mehr Globalisierung wäre manchmal gar nicht schlecht. E! Entertainment in Deutschland präsentiert die Doku Wild on Tara als Tipp. 
Im Mutterland des Kabelsenders steht dagegen ein achteiliges Reality-TV-Special aus dem Bunny Container (AKA The Playboy Mansion) von Hugh Hefner auf dem Programm. Knapp 80 Jahre alt sei Playboy-Gründer Hefner eine Art Yoda der sexuellen Revolution, brambasiert ein AP-Schreiber dazu. May the farce be with you.
FOXNews.com - Foxlife - E! Series Offers Sneak Peek at Hef.
Mehr zur ap7s1susw AG
Springer geht einkaufen. Da freut sich nicht jedermann drüber. Harte Worte gibt's etwa von Hans-Jürgen Jakobs in der Süddeutschen: Hier wächst zusammen, was nicht zusammengehört, wenn die Meinungsvielfalt erhalten bleiben soll.
Springer's Welt sprach zum Thema mit SPD-Professor Peter Glotz.
Die Welt: Was bedeutet diese Übernahme für die deutsche Gesellschaft?
Glotz: Nichts Grundstürzendes. Man kann ProSiebenSat.1 nicht umfummeln zu politischen Agitationssendern. Dann würde man pleite gehen oder in große finanzielle Schwierigkeiten geraten. Für durchaus möglich halte ich aber, daß in absehbarer Zeit auf diesen Sendern wieder Formate wie "Zur Sache Kanzler" mit Klaus-Heinz Mertes laufen und es Politmagazine gibt, die im Sinne der liberal-konservativen Auffassung des Hauses Springer auf die Meinungsvielfalt der Bundesrepublik wirken.
Nett die Anekdote, dass Saban ja eigentlich Springer kaufen wollte. Hehe, das war offensiv gespielt, und über Bande.
Und fakten-fiktionen kommentiert auf medienrauschen: Mach nicht gleich in die Hose. Wenn die dpa eine Nachricht bringt, wird sie von 60 weiteren Blättern wortwörtlich übernommen. Kann leicht bei Paperball überprüft werden. Das ist eine viel größere Gefahr für die Pressefreiheit
Gut, gut. Jetzt gibt's dann also zwei vollintegrierte Medienblöcke in D'land. Und die Öffentlich-Rechtlichen. Die kann keiner kaufen. Es sei denn, er will mal für zwei Sekunden seine Flasche Sowiesobier in einer TV-Kulisse getrunken sehen. Was bedeutend weniger kostet, als eine Senderfamilie. Aber in Sachen Meinungsvielfalt nur den Brauer ums Ecke belastet, der den viel teureren Werbespot zwischendrin gebucht hat. Aber das ist eine ganz andre Geschichte.
05.08.05
asv kauft P7S1
3,2,1 meins: Der Axel Springer Verlag kauft das Senderkonglomerat mit dem besonders langen Firmennamen, die ProSiebenSat.1 Media AG.
Axel Springer strebt mittelfristig eine Verschmelzung der beiden Unternehmen an. Im Zuge dieser Verschmelzung erhalten ProSiebenSat.1-Vorzugsaktionäre, die zuvor das angekündigte öffentliche Übernahmeangebot nicht angenommen haben, Vorzugsaktien an dem zusammengeführten Unternehmen.
Will heissen: wenn alles glatt geht, dann heisst der neue Medienriese bald Axel ProSieben Springer Sat.1 Media AG und alle Mitarbeiter bekommen extrabreite Visitenkarten zum ausklappen.
Presseportal: Axel Springer übernimmt Mehrheit an ProSiebenSat.1
04.08.05
Die Serie zum Krieg
Bill Scannell, Veteran der US-Armee und ehemaliger Kriegskorrespondent, schreibt in der Zeit über Over There, die TV-Serie über den Feldzug im Irak.
Die Truppen auf dem Fernsehbildschirm sind jung wie ihre Pendants aus der Realität – jung und erschrocken. Die meisten sind zur Armee gegangen, weil ihre Eltern es sich nicht leisten konnten, eine Ausbildung am College zu bezahlen. In der ersten Episode kämpfen zwei weibliche Soldaten mit, Seite an Seite mit den Männern, weil ihr Transportlaster von einer Landmine in die Luft gesprengt wurde. Die irakischen Gegner sind Aufständische, keine Terroristen. Als einer von ihnen gefangen wird, fragt er, ob er jetzt auch zum Foltern nach Abu Ghraib verschleppt werden solle.
Dahinter steckt Steve Bochco, Erfinder der Krimiserie NYPD Blue, die mit ihrem neuen Realismus Anfang der 90er das Krimigenre neu erfunden hat.
Hier gibt's dazu den Promo-Trailer vom US-Kabelkanal FX, dem Schwestersender des US-Networks Fox (dem Murdoch-Sender, der sich als ultrakonservatives Sprachrohr aller US-Regierungsinteressen versteht). Aber keine Angst: Wer die Worte »Fox«, »Irak« und »Fernsehserie« im gleichen Satz liest, dem darf man es nicht übel nehmen, wenn er eher an Leni Riefenstahl als an Erich Maria Remarque denkt. Und doch läge er mit seinen Assoziationen falsch. Diese Fernsehshow ist zwar keine Antikriegspolemik – doch den Rekruteuren des US-Militärs redet sie auch nicht nach dem Mund.
Die Zeit - Feuilleton : Wie das Fernsehen den Krieg erfindet
02.08.05
Ganz abstrakt
Der Tvbeeboo: verwandelt Fernsehbilder in abstrakte Irgendwasse und gleichzeitig Couch Potatoes in Dalai Lamas.
Und wer's nicht glaubt, der kann sich's hier für 40 Euro bestellen. Oder sich an pony.exes Vorschlag halten.
Gefunden von pony.exe: ich sammle klorollen
Deutschland ist Weltmeister
Na endlich mal wieder eine Spitzenleistung aus deutschen Landen. Premiere zeigte die letzte 365 Tage dauernde „Big-Brother“-Staffel vom 2. März 2004 bis zum 1. März 2005 auf einem eigenen Kanal 8.763 Stunden lang rund um die Uhr und ohne Unterbrechung. Für einige ist das natürlich nur ein weiterer Baustein in Sachen Unterschichtenfernsehen - andere hingegen freuen sich ganz wertfrei über die längste Live-Sendung der Welt.
Da müssen sich die amtierenden Weltrekordhalter im Dauerfernsehen noch ein wenig an die Decke strecken. 50 Stunden und 5 Minuten schafften im vergangenen Jahr die Guinness-Weltmeister in Herzogenrath - Kohlscheid. Big Brother Live dauerte dagegen 8.763 Stunden. Egal. Wir sind Papst, wir sind Weltmeister, hauptsache wir sind ganz vorne dran!
Weltklasse: Premiere holt mit „Big Brother 24 Stunden live!“ Guinness Weltrekord (02.08.2005)
01.08.05
current gestartet
Al Gore, seines Zeichens Ex-US-Vize-Präside unter Bill Clinton (und Erfinder des Internet - oder so ähnlich), geht heute mit seinem TV-Sender current.tv an den Start.
Spannend, spannend, klingt das alles.
Und da in Deutschland vergleichbares derzeit von keinem Ex-Kanzlerstellvertreter (Walter Scheel? Zu alt. Jürgen Möllemann? Zu spät. Klaus Kinkel? Also bitte. Joseph Martin Fischer? Noch nicht genügend Ex.) zu erwarten ist, helfen wir demnächst ein bisschen aus.
Blogcritics.org: Al Gore's Current TV Launches
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