Man rede nicht mit Premiere, erklärt Arena-Drahtzieher und Bundesligarechte-Erwerber de Roos. Genau. Premiere redet - laut Kontakter - mit der Telekom. Und da wird die Sache langsam rund. Denn Kabelkonzern Unity, Mutter von Arena, ist ja nun nicht mit zahllosen zahlungskräftigen Fussballfans bestückt. Sondern verfolgt recht deutliche Interessen. Die kabeleigenen Pay-TV-Pakete müssen gestärkt weren.
Und bei aller Betonung des Themas Wettbewerb im Pay-Geschäft. Die deutsche Situation mit Premiere als externem Anbieter innerhalb der Kabelnetze ist einzig-bis eigenartig. Und in Anbetracht der Abonnentenzahlen ganz offensichtlich dysfunktional. Wohingegen zB in den USA der Wettbewerb zwischen Pay-Kabel, Pay-Satellit (DirecTV), Pay-Satellit (Dish) und nun auch DSL ganz ordentlich funktioniert.
So könnte die potentielle Kombination aussehen: Premiere vermarktet an seine zahlungskräftige Kundschaft die T-Online IPTV-Settopboxen. Premiere produziert weiterhin die Bundesliga und vermarktet sie auch. Offene Fragen gbt's jedoch noch am Stück. Wird's auch die restlichen Premiere-Angebote über T-Online geben? Darf IPTV auch über Satellit gestreamt werden? Und was wird Arena mit seinen Internetrechten anfangen? Denn die Kabelfraktion darf beim Thema Bundesliga alles, was sie selbst ausstrahlen, auch ins Netz packen. Das wird ein spannender Bundesligasommer. Auch für Nicht-Fussballfans.
Personal Video Rekorder (PVR) packen Unmengen von TV-Programm auf ihre Festplatten. Damit man später schauen kann. Oder das Live-TV per Pause-Taste stoppen. Oder, oder, oder. Die Mutter aller PVRs kommt aus den USA, heisst TiVo - und verrät doch tatsächlich dem Mutterunternehmen, was denn so alles gesehen wird. Laut Pressemitteilung mögen US-Amerikaner ganz offensichtlich Schlittschuhläufer besonders gern. Besonders, wenn sie Amerikaner sind. Oder beim Kunstlauf auf dem Hintern landen.
Wax Tailor steht für französischen Rap. Aber Rap hin oder her, Hypnosis Theme geht tief unter die Haut. Und das zugehörige Video ist einfach nur schön ...
Großbritanniens Channel 4 schlägt ja gern mal ein wenig über die Stränge. Von der Schönheits-OP-Übertragung bis zur Live-Darmspiegelung spannt sich der Bogen der Exzesse. Auch Going Cold Turkey ist wohl eine Gratwanderung zwischen Aufklärungsfernsehen und obszönem Voyeurismus. Eine Woche lang verfolgten die Kameras drei Heroinsüchtige bei Entzug in einer Klinik.
Da bekommen ganz offensichtlich nicht nur die Protagonisten das grosse Kotzen. Aber, bei aller Empörungsfreude, es gibt auch andre Stimmen. Und die Diskussion auf Channel 4 ist durchaus berührend. Gezeigt im Rahmen der Addiction Week, also der Suchtwoche, traf Going Cold Turkey den Nerv mancher Zuschauer auch im allerbesten Sinne.
Flickr, der Online-Photoservice, hat das Thema Tagging (also freises Verschlagworten von Inhalten) weit popularisiert. Und über ein paar Schnittstellen können clevere Programmierer lustige Dinge mit Flickrs Photobestand anstellen. Fastr ist genau so eine Fingerübung. Schritt für Schritt zieht Fastr Photos zu einem Schlüsselwort aus Flickr. Wer das Wort zuerst rät, hat gewonnen. So sieh sie also aus, die Game Show des frühen 21. Jahrhunderts ...
BuxTeVau bringt Internetfernsehen für Buxtehude. Was für sich jetzt noch nicht so bemerkenswert wäre, wenn man nicht einen prominenten Intendantennamen vereinnahmen hätte können: Rudi Carrell. Denn der Meister-Showmaster und Profi-Holländer ist Papa von Betreiberin Annemieke Kesselaar-Klar.
Der gute Batz hat was gefunden. Ein absolut herrliches Pokemon-Video. Ganz ohne Zeichentricks. Frei nach dem Motto: Pikachu sucht den Superstar ... Via BatzLog - Noch etwas Salz? » Poke a man
Es ist schon ein Kreuz mit Wirtschaftsnachrichten im deutschen Morgen-Fernsehen. ARD und ZDF bewegen sich auf dem Niveau einer Lokalzeitung, N-TV ist eine Ansammlung von verhaspelt vorgetragenen Agenturmeldungen ohne Einordnung und N24 - vergessen wirs.
Gregor Dolak hat sich für den Focus Fernsehblog Titanic auf Vox angesehen. Und gestört hat ihn, nicht wie er befürchtete, das grosse Tränendrüsenkino, sondern Oetkers fettreduzierte Salatsauce. Diese Seuche des medialen Zeitalters bringt jede Hollywood-Magie zum Havarieren. Womit er nicht die Oetkersauce, sondern die Unterbrecherwerbung meint. Stimmt. Schön ist das nicht. Aber immerhin ist er schon zuvor Dutzende Male in Videotheken oder Media Märkten vor der VHS gestanden, später der DVD. Die waren genauso unterbrecherwerbefrei wie die Pay-Programme von Premiere, der Netzbetreiber oder der Öffentlich-Rechtlichen. Weil: wer nicht zahlt, muss leiden. Via Focus Fernsehclub
Es moderieren die Hirsche aus der TV-Werbung, zwei Mädels halten die Produkte hoch und gebucht sind Sendezeiten bis in den Dezember. Und so sieht's aus im Jägermeister-TV-Shop: Der Kulturbeutel aus Hirschfellimitat ist leider schon ausverkauft. Für 129 Euronen gibt's dafür das Jägermeisterfass, das passende Zippo kostet knapp 30 EUR und wer nicht bis zum 24. Februar warten will, kann sich den Jägermeister-Fernsehladen auch im Internet ansehen. So schafft man bleibende Werte, falls Alkoholikera-Werbung doch irgendwann mal aus dem TV ganz verbannt sein sollte. Was noch fehlt: Der kleine Feigling - the animated Series: Simpsons meets Werner, oder so (mit einem Gastauftritt von Müllers kleinem Hunger). Der Kümmerling Container: 30 Tage live aus dem Stehausschank.
Heavy Metal trifft auf schwedisches Damencurling. Jaja, die langen, skandinavischen Winternächte. Der Höhepunkt des Gruselfaktors findet sich jedoch in den Kommentaren: Der Verweis auf den Packstation-Song. Brrrr.
Die einen halten Google Video für eine Art Datenmüllhalde mit angeschlossenem Rotlichtbezirk. Die andren können dazu nichts sagen, weil sie als Nichtamerikaner die Videos gar nicht sehen können dürfen. Zumindest letzteres muss nun nicht mehr sein - insofern man mit Firefox anstelle von Internet Explorer durchs netzt braust. Erst Greasemonkey installieren (eine Art Tuningkit für Websites aller Art). Dann dieses kleine Skript. Und fertig.
Star Wars dauert auch nicht länger, ebenso Titanic oder das garstige Texas Chainsaw Massacre. Zumindest dann, wenn Angry Alien Productions am Werk war. Vielleicht sollte man noch dazu sagen, dass all diese Filme von Zeichentrickhasen nachgespielt werden. Wie's zu so was kommen kann? Da mus man den US-Premium-Pay-Sender Starz! befragen. Die haben die sagenhaften Schnipselchen in Auftrag gegeben.
Nun ist es offiziell: zum Stichtag 17. Februar 2009 wird in den USA das analoge Fernsehen abgeschaltet. Exakterweise: das analoge terrestrische Fernsehen. Die beiden grossen Satelliten-Plattformen Dish und Directv senden seit Start nur digital. Und die Kabelnetzbetreiber arbeiten seit Jahren schon an der Digitalisierung ihrer Kunden.
Im Vergleich zum deutschen DVB-T hat man allerdings einen etwas andren Weg gewählt. Anstelle von Multikanal-Free-TV steht in den USA ein Switch auf HDTV via Antenne an.
Das musste ja mal gesagt werden. DVB-T ist nur sinnvoll, wenn Satelliten- oder Kabelempfang nicht möglich sind. So schreibt es jedenfalls das Fachmagazin video.
Dass das T gegen Kabel und Satellit nicht wirklich punkten kann, liegt schlicht an der vorhandenen Übertragungskapazität. Da hilft auch keine Mega-Settopbox. Und wer seinen HD-ready-Fernseher nur mit ÜberallFernsehen füttert, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Denn HDTV wird's hierzulande terrestrisch auf absehbare Zeit nicht geben können. Wer's hochauflösend haben will, kommt an Kabel und Satellit nicht vorbei.
Die meisten haben es ja schon mitbekommen: ab 2007 sind nun auch GEZ-Gebühren für internetfähige PCs fällig. Otto Normalangestellter kann das egal sein, sofern er zu Haus schon einen angemeldeten Fernseher stehen hat. Und für die Wirtschaft gehe es um Beträge unterhalb der Peanutsgrenze. Denn für unter Umständen Tausende von Rechnern eines Großunternehmens wird nur ein einziges Mal die Rundfunkgebühr fällig. In salomonischer Gerechtigkeit verfährt man mit den schätzungsweise 800.000 Freiberuflern in Deutschland ganz genauso. Die entrichten nun für den Fernseher im Wohnzimmer und den Rechner im Arbeitszimmer ihre doppelte Rundfunkgebühr. 800.000 mal 17,03 Euro macht 13.624.000 Euro pro Monat oder gut 163 Millionen Euro im Jahr, rechnet Spiegel Online vor. So eine Art Zusatzabgabe für Selbständige. Bizarr? Schon. Schliesslich gucken nicht die Geräte öffentlich-rechtliches Fernsehen, sondern Menschen.
Nach lottainlove.muss.weg ist nun die näächste Unterschriftensammlung zum Erhalt der Simpsons auf Pro am Laufen. Pro Simpsons hat angeblich schon fast 40.000 Online-Unterschriften gesammelt. Duh.
Neue Sitten beim Bundeskartellamt? Nach der Springer/Pro7Sat.1-Ablehnung wird nun auch die Übernahme der restlichen 50 n-tv Prozente durch die RTL Group abgemahnt. Das Zusammenschlussvorhaben betrifft den bundesweiten Fernsehwerbemarkt
in Deutschland. Auf diesem Markt verfügt die RTL Group, Luxemburg, mit
ihren Sendern RTL, VOX, Super RTL und n-tv gemeinsam mit der
ProSiebenSat.1 GruppeMedia AG, Unterföhring, bereits heute über eine
marktbeherrschende Stellung. Nach bisherigen Erkenntnissen des
Bundeskartellamtes führt der geplante Erwerb der restlichen 50% der
Anteile an n-tv zur Absicherung und damit zur Verstärkung dieser
kollektiven marktbeherrschenden Stellung.
Bis zum 16. Februar dürfen die Zusammenschlussbeteiligten zur Abmahnung Stellung nehmen. Wir sind gespannt.
Na das klingt ja mitreissend: Mit AgrarTVwill in diesem Jahr ein TV-Angebot rund um landwirtschaftliche Themen in der Europäischen Union an den Start gehen. Da kann man dann live den Kartoffeln beim Wachsen zusehen, EU-Butterberg-Erstbesteigungen verfolgen und aktuelle Berichte und Hintergrundinformationen über Landwirtschaft und EU-Agrarmarkt gucken.
Schon wieder Zeit für eine ganz spezielle Zukunft? Nur das ist klar: Alles wird sich ändern, für die TV-Anstalten wie für
die Zuschauer und die Werbebranche. Was wir heute unter der Institution
Fernsehen verstehen, könnte schon innerhalb von ein bis zwei
Jahrzehnten hinfällig werden. Und am Ende dieser Kulturrevolution wird
eine Individualisierung stehen, in der sich jeder jederzeit und überall
genau den Mix aus Nachrichten, Unterhaltung, Sport, Wetter und Thommy
Gottschalk zusammenstellen kann, der ihm gefällt - TV à la carte.
Natürlich stimmt's: Abrufangebote revolutionieren die Fernsehwelt. Zumindest mal die Geschäftsmodelle drunter. Aber Der Intendant im Wohnzimmer - was soll denn das bedeuten? Jedermann/-frau bestimmt sein Programm jederzeit ganz allein und ganz selbst? Klingt nett. Aber geht an der klassischen Fernsehnutzung vorbei. Oder gucken Menschen, die über eine 24 Stunden-Videothek leben, nur mehr Video? Zu teuer, zu unpraktisch, zu ... Oder, anders gesagt: die fast 100% Verbreitung von Elektro- und Gasherden in deutschen Küchen hat das hiesige Gastronomiewesen auch nicht in die Knie zwingen können. Und nur weil ich mich dank Heim-Bierbrauset als Braumeister im Keller betätigen könnte, kauf ich mir trotzdem lieber einen Träger Pilsener beim Getränkemarkt ums Eck. Wohnimmerintendanz ist eben auch nur ein Hobby.
Ein Vollerotik-Kanal für Schwule? Nun gut. Blue Movie Gay kostet pro Film sechs Euro. Aber wirklich originell ist, was tv tipps als Begleitfilmchen sich ausgedacht hat ...
Möglich werden soll's durch den neuen Downloadservice in2movies, gemeinsam gestartet vom Film-Major Warner und der Bertelsmanntochter arvato. Originelles Moment: dahinter steckt Arvatos Peer 2 Peer-Plattform GNAB. sabnews meint dazu: Über die genaue Preisstruktur ist noch nicht viel bekannt, wie üblich
wird das Zeug aber wohl gnadenlos überteuert, man spricht davon für den
Videodownload den Preis einer DVD zu verlangen. Angesichts der
Tatsache, dass ich als Nutzer GNAB aber Teile meiner Bandbreite für das
Peer-to-Peer Prinzip zur Verfügung stelle und auch kein physikalisches
Medium für das Geld erhalte, halte ich diese Preisvorstellung für recht
gewagt. Aber erstmal abwarten: Im März soll der Dienst starten, und
schon alleine aus Neugier werde ich wohl dann mal einen Testkauf wagen.
Habibi heisst Liebling, Djamal Kamel - und damit hat sich's auch mit den Arabischkenntnissen des gemeinen Mitteleuropäer. Weshalb der arabische Nachrichtenkanal Al-Jazeera (von den Amerikanern als Al Kaida-TV geschmäht, von Islamisten als die Stimme Amerikas verachtet) ab Frühjahr auch auf Englisch zu empfangen sein wird. Weitere Versionen in Urdu, Französisch, Spanisch und Türkisch seien ebenfalls geplant.
Die Simpsons müssen gehen. Und zwar ab dem 27. März, aus dem Pro Sieben täglichen Vorabend. Um ein samstägliches Notquartier zu beziehen. Ersetzen (?) soll die Kultserie mit den schrumpelnden Einschaltquoten die neue Telenovela Lotta in Love. Im passenden Pro Sieben-Forum kocht schon die Stimmung. Und die arme Lotta bekommt noch vor Sendestart eine Online-Petition vor den Latz geknallt: lottainlove muss weg. Simpsons ist für mich so,wie manche leute jeden Sonntag in die Kirche gehen, erläutert Initiator Geggo sein Ansinnen. Und outet sich mit seinem etwas kruden Satzbau als praktizierender Bartist.
Germany's next Topmodel sorgt für Trubel. Provoziert das Spektakel etwas Magersucht? In der österreichischen Boulevardzeitung Heute packt Modelazubine Céline aus: Einmal habe ich heimlich ein bißchen Obst gekauft, weil ich solchen Hunger hatte. Da stürzten sich die anderen Mädchen auf mich und wollten wissen, woher ich das hätte. Aber ich habe es alleine gegessen. CDU-Verbraucherschutzbeauftragte Julia Klöckner fordert in BILD einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Psyche und Gesundheit der jungen Mädchen. Gutaussehnde junge Mädels die sich um Obst prügeln? Wir warten auf den Pro7-Director's Cut.
Nach intensiver Prüfung und sorgfältiger Abwägung sind die Axel
Springer AG und die P7S1 Holding L.P. zu der Auffassung gelangt, daß
auf Grund der zahlreichen wirtschaftlichen und juristischen
Unsicherheiten eines möglichen Klageweges oder eines möglichen Ministererlaubnisverfahrens für alle Beteiligten unzumutbare Risiken
entstünden, schwurbelt es aus dem Hause Springer. Was nur daran liegt, das BILD ja nicht mitspielen durfte. Sonst wäre die Überschrift in Richtung 1, 2, 3 ... keins gegangen. Und der Button "Hier geht es zur Angebotsunterlage" wäre sicher auch nicht mehr sichtbar. Bleibt die Frage: Was geschieht nun mit ProSiebenSat.1 Media AG? Wir können ja mal das Hütchen rumgehen lassen und für eine freundliche Übernahme sammeln gehen.
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