Der Unterschied zwischen Fussball bei Premiere und Arena
Für alle (so wie ich), die bei der Pressekonferenz nicht dabei waren: Hier zeigt Arena wo's lang gehen soll. Die Fernsehjunkies haben es schön textlich aufgedröselt, ebenso auch das Medienauge und TV Tipps. Nicht so ganz klar ist, wer den Arena-Fussball denn sehen können wird. Sat-Haushalte via Astra (sofern der Decoder mitmacht), Kabelhaushalte in NRW und Hessen via ish und iesy (schliesslich teilt man ja die Mutterholding mit Arena).
Schwieriger wird's wohl im Rest der Republik. Mit Kabel BW sollte man sich ja gut einigen können. Mit Kabel Deutschland dagegen sind die Verhandlungen, laut Süddeutsche, ein wenig ins Stocken geraten. Das mag zu einen an den Strukturen der KDG liegen (ist halt doch unpraktisch, wenn man immer dem Aufsichtsratschef alle Entscheidungen vorlegen muss). Zum andren ist es auch natürlich nicht nett, wenn Arena auf seiner Webseite nach Abfrage der Adresse explizit auch auf die tividi-Programmpakete verweist (die's nur bei ish und iesy gibt). Oder ist das eine späte Rache für die verwirrenden TV-Spots der KDG, die allüberall ihr Pay-Paket Kabel Digital Home anpreisen. Und das auch dorten, wo das Paket nie und nimmer empfangbar sein wird.
Ebenfalls noch ungeklärt scheint die Sachlage bei den kleineren Netzbetreibern. Was immer recht putzig klingt. Aber vergessen darf man nicht: auch wenn KDG und die andren Bundespost-Nachfolger gerne mit dem Pfund der Zigmillionen Haushalte wuchern. Ganz so einfach ist es nicht. Von 10 Millionen KDG-Haushalten hängt grade mal ein Drittel direkt am KDG-Netz. Bei den andren fungiert der Unterföhriger Riese nur als Programmzuleitungsgrosshändler. Und mehrere Millionen Kabelhaushalte sind inzwischen längst von den Netzen der Bundespost-Nachfolger abgekoppelt.
Die bislang bekannt gewordenen Absichten, mit Hilfe der Programmverschlüsselung auch die Verbreitung im Kabel ohne Beteiligung der Netzbetreiber und Wohnungswirtschaft zu erreichen, führe aber in die Sackgasse, heisst es vom Kabelverband FRK. Obwohl ab August 2006 die Fußball-Bundesliga Spiele übertragen werden sollen, lägen den unabhängigen Netzbetreibern noch keine Einspeisungsangebote für rund ein Drittel aller Fernsehhaushalte vor.
Aber, Ernst beiseite. Nach dem Arena-Mitschnitt nun eine Vorschau auf die Premiere-Fussballsaison 2006/2007:
Sososo. Grup Tekkan (ja, genau) hat den schrägen Megahit Wo bist du mein Sonnenlicht doch nicht in der Pinkelpause im AKW geschrieben. Beim Spiegel haben Hardcore-Journalisten hart recherchiert. Und herausgefunden, wo der smoothe Song denn herkommt. Aber wie mein Freund Markus S. immer zu sagen pflegte: lieber gut geklaut als schlecht erfunden.
Um kurz noch mal was anzufügen: Ohne Tekkan und ihre schaurig-schöne Sonnenlichtsinterpretation hätte niemals je ein Mensch das Originalliedchen gehört. Auf YouTube liegt dier Aufrufquote inzwischen bei satten 2,5 Millionen Besuchern. Nicht ggerechnet die diversen andren Uplaods. Will ein etablierter Act mittels MTV in derartige Zuschauerzahlen-Regionen vorstossen, dann braucht es ein Supervideo. In höchster Rotation ...
Die Star Wars Community ist in schwerster Aufregung (oder hier). Ober-Jedi George Lucas plant nicht etwa einen neuen Film. Sondern eine mindestens 100teilige TV-Serie. Drehbeginn ist allerdings erst 2008. Zeitlich packt man die Serie zwischen die Filme Drei und Vier, mit Luke Skywalkers Jugend als Oberthema.
Jungsträume werden wahr: ein LEGO-Spider Man kämpft mit einem LEGO-Doc Ock in einer LEGO-Stadt. Für Liebhaber gibt es sogar eine Art Director's Cut mit unterschiedlichem Ausgang.
Wer das DSDS-Finale verpasst hat, kann im Netz alles nachholen. Die offizielle Variante: RTL.de besuchen, bei DSDS auf hier Videos ansehen klicken, feststellen, dass nur registrierte RTL.de-Besucher zusehen dürfen, email-Adresse abliefern, Video auswählen, für RTL PREMIUM ANGEBOT zahlen - oder auch nicht und andres Video auswählen, Bandbreite auswählen, Fehlermeldung npdsplay Can not create DirectShow Player bekommen (wohl wg Firefox statt Internet Explorer) ... Die inoffizielle Variante: YouTube besuchen, Suchbegriff eingeben (zB DSDS oder Tobias Regner), Video auswählen, ansehen. Der Unterschied: Variante 1 ist ebenso legal wie umständlich. Variante 2 ebenso elegant wie illegal. Und bietet dazu noch Bonustracks wie diesen.
Ooops. Für die Fehlermeldung bin ich selbst verantwortlich. Mein Windoof Media Player leidet unter einer Art Vogelgrippe. Davon abgesehen benutze ich ihn sowieso eher ungern, besonders wenn embedded in Web Sites. Erst startet die Appliaktion, dann kommt das Buffering, Buffering, Buffering. Flash-Videos sind da einfach eleganter.
Und jetzt zum guten Schluss: bei Open Tech Support die glorreiche Lösung gefunden.
Method 1: Reregister Jscript.dll and Vbscript.dll
1. Click Start, and then click Run.
2. In the Open box, type regsvr32 jscript.dll, and then click OK.
3. Click OK.
4. Click Start, and then click Run.
5. In the Open box, type regsvr32 vbscript.dll, and then click OK.
6. Click OK.
Der Kameramann scheint auf die russischen Autofahrer einen schlechten Einfluss aus zu üben. Oder der Tunnel refinanziert sich nicht über Maut, sondern den Verkauf von Videostrecken für Programme we die schönsten Schleuderunfälle der Welt. Oder liegt's an der Wodkafabrik am Anfang des Tunnels? Wir haben keine Ahnung, wollen es auch nicht wissen - und hoffen, nie aus Versehen doch mal in diesem Tunnel zu landen ...
Mariko Takahashi's Fitness Video for being appraised as an "ex-fat girl"
Sehr bizarr. Ein Muskelmädchen und ein paar muskelbepackte Pudel (!) als Gymnastikeintänzer? Tatsächlich handelt sich bei dem kuriosen Kurzfilm um eine Aktion von Panasonic. Zehn kurze Filme zu Olympia 2004 in Athen, fünf kurze Kunstfilme zu den Winterspielen 2006 in Turin.
Die BBC macht's. Und nun auch die niederländischen öffentlich-rechtlichen. Nämlich das nachträgliche Verteilen von Programmen über Peer to Peer-Technologie. Hierzulande freut man sich über den GEZ-Gebühreneinzug für Internet-PCs und hält DVB-T für der digitalen Weisheit letzten Schluss.
Schade eigentlich. Denn im Gegensatz zum teuren digitalen terrestrischen Zusatzversorgungsprogramm (mehr als 95% der Haushalte sehen schon über Kabel oder Satellit - die Decoder für's ÜberallFernsehen dienen mithin zur Grundversorgung von Zweit- und Drittgeräten in Schlaf- und Badezimmern) öffnet sich über den Netzvertrieb der Programme ganz neue Perspektiven. Und, dank P2P-Technologie, zu minimierten Übertragungskosten.
Nein. Nicht Grup Tekkan mit Sonnenlicht. Es geht noch viel, viel schlimmer als atonal vorgetragene Eigenkomposition. Bitteschön: eine Cover Version des Final Countdown einer besser namenlos bleibenden Band(?).
Soll noch einer einmal sagen, die hiesige Blogwelt hat nichts zu melden. Während die Musikindustrie vor sich hin darbt und auch die 13 Neuauflage von DSDS das negative Umsatzwachstum nicht in eine positive Schrumpfkur umdeuteln kann, basteln sich die Blogger ihren eigenen Megahit. Sonnenlicht von Grup Tekkan ist so was wie der erste Musikblog zum anhören: so schräg, dass es schon wieder daneben ist. Und sehr, uhm, eigenständig.
Je nun. Im Gegensatz zu den DSDS-Jodlern haben die Jungs innerhalb von drei Mikrosekunden internationale Popularität, ein Musikvideo (so fing's an), einen Auftritt bei Stefan Raab und einen Plattenvertrag eingesammelt. Zornig ist nur der Herr bembelkandidat. Denn entgegen anderslautender Bekundungen gibt's im Plattenladen von Herrn Raab den Download nicht für lau, sondern für 1,49 EUR. Ab 24. März gibt's wohl auch die Single, anscheinend vom Indie Superstar Recordings (auch wenn deren Website nichts zugeben will).
PS Das hehre Motto der Superstars (Undergroundacts mit Crossoverpotential in die Charts bringen ohne Sie künstlerisch zu verbiegen) sollte in diesem speziellen Fall vielleicht nicht ganz so wörtlich genommen werden.
Schlechte Kopie von 1-2-3-TV, nervige Moderatoren sowie Hintergrundgeräusche schrecken eher ab als zum Kaufen zu animieren, moserte Digital Fernsehen noch im Dezember über den Auktionssender Arena. Jetzt kommt das Aus. Allerdings wohl nicht fürs Programm, sondern nur für den Namen. Laut Welt wird zum 31. März umgetauft. Und damit dürfte wohl die Namensgebung für das Bundesligafernsehen der Arena Sport Rechte und Marketing GmbH als fast geklärt gelten. Fast. Denn wie man bei TV Tipps anmerkt: Bleibt aber immer noch eine Frage offen. Was passiert mit den Namen in
den Fußballstadien? Bisher ist es mir zwar nur beim Hamburger SV
bekannt, aber es gibt mit Sicherheit auch andere Vereine. Der HSV zeigt
Highlights bzw. die Pressekonferenz auf der Anzeigetafel unter den
Namen Arena TV. Naja, warten wir es ab.
Arena hätte sicher nichts dagegen, auf der Stadionanzeigetafel zu erscheinen. Da lässt sich doch sicher was deichseln.
Den Medienkonsum von Jugendlichen sollte man per Gesetz einschränken. Sagt laut SPON der umtriebige Kriminologe Christian Pfeiffer.
Da sind wir dagegen. Nicht nur, weil wir selbst Medium sind. Sondern weil übermäßiger Konsum von, sagen wir mal, Videospielen durchaus zu Kreativschüben führen kann.
Als Beweismittel reichen wie ein:
Zum schaurigen Original
gibt's schon die erste Coverversion. Und laut Spreeblicks Johnny will sich die notleidende deutsche Musikindustrie der drei unfreiwilligen Original-Blödelbarden annehmen.
Warum? Musst du kucken auf YouTube-Seite:
Video Details //
Runtime: 04:50 | Views: 740,524 | Comments: 0
Tags: trash, hardcore
Channels: Humor, Music
Plus 80.000 allein seit gestern. Deutschland sucht den Superstar? Zu spät. Schon gefunden.
"Mit Arena gibt es einen zweiten Pay-TV-Anbieter auf dem deutschen Markt. Das ist wettbewerblich sicher positiv", sagte Kartellamtspräsident Ulf Böge der "Welt am Sonntag".
Der Mann weiß mehr als wir. Haben Kabel Deutschland (kabel digital home), unity (tividi), Eutelsat (KabelKiosk) und Primacom (easy.tv) über Nacht den Betrieb eingestellt? Wahrscheinlich gemeint ist ein zweiter, distributionsunabhängiger Pay-Anbieter (auch wenn das im Fall der Arena Sportrechte Marketing GmbH so natürlich auch nicht ganz richtig ist). Wobei Primacom mit seinen Angeboten ja im Kabel wie auf Satellit vertreten ist.
Wie auch immer. Noch (?) ist es wohl kein Kartell-Thema. Premiere-Mann Kofler marschiert denn auch in eine andre Richtung: "Ich appelliere an die deutsche Medienpolitik, durch Regulierung sicherzustellen, daß konkurrierende Pay-TV-Anbieter wie Premiere in den nächsten Jahren unter vergleichbaren Bedingungen wie heute zu den Kabelkunden durchgeleitet werden."
Damit kommen wir der Sache schon näher. In der alten Kabelwelt bezahlt der Inhalteanbieter den Tramsporteur für die Programmdurchleitung. In der neuen Fernsehwelt werden auch über Satellit - wie in andren Ländern auch - immer mehr verschlüsselte Programme laufen. Zu einem grossen Teil als Pay-TV. Denn anders lässt sich eine weitere Programmvielfalt nicht refinanzieren.
Koflers Premiere sitzt da ein wenig zwischen den Stühlen. Sein Modell funktioniert nur in der alten Fernseh-Welt, mit dem Netz- oder Satellitenbetreiber als technischem Leitungsbetreiber dazwischen. Ob Netzbetreiber davon so begeistert sind, sei dahingestellt. Und ob diese Art von Intra-Distributionswettbewerb je wirtschaftlich sein kann, je nun. Koflers Drohgebärden (vor Bundesligaverlust), das Programmveranstalter entweder exklusiv beim Pay-Marktführer Premiere oder gar nicht bei Premiere zu sehen sein sollten, waren jedenfalls keine sonderlich vertrauensbildende Massnahme auf weitere Kooperationen.
Je nach Sichtweise hat die Einspeisung von Pay-TV-Plattform-Wettbewerbers ihren ganz eigenen Charme. Für Netzbetreiber mit eigenen Pay-Angebote fühlt sich das vielleicht ein wenig so an, als müsste man per Gesetz seine Mercedes A-Klasse ab Werk auch mit einem Volkswagen-Motor ordern können.
Aber zurück zur Realität. Ist Pay-TV überhaupt ein eigenständiges Geschäft? Alle grossen, funktionierenden Pay-Systeme sind closed Shops. Sky speist zwar auch ein wenig ins Kabel ein, ist jedoch primär eine geschlossene Satelliten Plattform. Gleiches gilt füt Canal+. Der Betrieb der Satelliten selbst ist dabei outgesourct an Dienstleister wie SES Astra. Die US-Kabel- und Sat-Betreiber haben die Technik in House. Aber auch dorten findet die Konkurrenz nur über die unterschiedlichen Distributionswege Kabel, Satellit und nun auch DSL/IPTV statt.
Im Netz von Time Warner oder Comcast kann ich kein Dish oder DirecTV-Paket buchen. Wozu auch? Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind die Inhalte immer dieselben. Fernsehen machen ist nicht ganz billig. Spielfilme für Spielfilmsender gibt es auch nicht unendlich viele. Und Olympia gibt es auch nicht in den Varianten Kabel, Satellit und was auch immer.
Pay TV-Wettbewerb, im Sinne von gebündelten Programmen (Multikanal), macht nur zwischen unterschiedlichen Distributionswegen Sinn. Was das langfristig für die Entwicklung von Premiere bedeutet, ist natürlich eine spannende Frage.
Wie wär's denn mit folgender Hypothese. Hinter Premiere stehen (inzwischen etwas gebeutelte) Finanzinvestoren. Anstelle eines Schreckens ohne Ende bieten nun die Eigner von Kabel Deutschland und Unity einen Exit mit Charme: die Premiere Kabel-Abonnenten landen bei den Pay-Paketen der regionalen Telekom-Nachfolger (die bei cleverer Vertragsgestaltung nun die Netzebene 4 ganz ordentlich piesacken können). Die Sat-Abonnenten werden in ein neues, Astra zugehöriges Unternehmen gepackt. Übrig bleibt das Premium-Programm (sans Bundesliga), mit dem alles angefangen hat. Das wird nun, nach Modell HBO, über die unterschiedlichen Plattformen verkauft. Und landet vielleicht bei einem grossen Medienhaus.
Spekulieren macht Spass. Aber zurück zu Kartellen. Pay TV ist primär ein Distributionsgeschäft: der Anschluss samt ferig verpackten Inhalten. Selbst wenn man sich den weg zum Intra-Distributionswettbewerb erstreitet. Rechnen wird sich das für alle Beteiligten nie. Bei Premiere sollte man dies acuh wissen. Das grosse Vorbild Sky entstand nach einer langen, ruinösen Marketingschlacht um die Lufthoheit im rein sat-basierten britischen Pay-Markt. Und auch Premiere verdankt seine heutige Existenz nur einer kartellrechtlichen Ausnahmegenehmigung.
Der Wettbewerb zwischen den Distributionen war dagegen nie härter als heute. Kabel, Satellit, DSL (und dazu ein bißchen DVB-T). Im Falle der kabelgebundenen Distribution dazu noch angereichert um die ARPUs, zu erzielen mit Telekommunikationsleistungen wie Internet-Access und Telefonie. Die Schlacht wird hart. Denn beim klassischen linearen Pay-TV (zB nach US-Kabelmodell) läuft die Wertschöpfung über die Abos der Inhalte. Beim IPTV der Telcos sind die Inhalte mehr Differenzierungsfaktor zum Wettbewerb als Primärgeschäft. Verdient wird über den Verkauf der High Speed-Internetzugänge.
Spannend wird das inhaltebezogene Kartell-Thema erst wieder, wenn wir uns vom klassischen linearen TV-Geschäft entfernen. IPTV wird ja gerne mal mit Fernsehen übers Internet gleichgesetzt. Das stimmt so nun mal gar nicht. Internet Fernsehen heisst: ich packe meine Videos auf einen Server - und jeder, der am Netz hängt, kann zugucken. IPTV als Kabel- oder Sat-TV-Ersatz ist dagegen ein vollkommen gekapseltes System. Schnell mal ein Video googlen geht da nicht.
Nur: wie muss der Zugang zu Inhalten in diesen IP-Netzen geregelt sein? Soll IPTV nur über ein Mautstrassennetz neben dem Internet möglich sein dürfen? Und: macht dieser beschränkte Zugang langfristig überhaupt Sinn - oder nur dem Konsumenten mehr Mühe, wenn er seine YouTube, Google oder selbstproduzierten Videos erstmal auf einen alten DVD-Player transferieren muss, um sie auf dem TV zu sehen? Eine Grundidee der grossen Telcos ist es derzeit ja auch, die Anbieter von Inhalten im Netz nochmal extra zur Kasse zu bitten.
Muss man das Fernsehen vor seinen Zuschauern schützen (auf jeden Fall. Meint zumindest RTL - siehe weiter unten), oder doch eher vor den Machern? Bei save.tv geht's schlicht um das Thema Videorekorder im Netz. Der Netzblogger hat nun den Dienst save.tv getestet.
Es handelt sich dabei um einen Dienst der damit wirbt den Videorekorder zu ersetzen. Ein Dienst also mit dessen Hilfe der gemeine User in der Lage ist TV-Sendungen aufzunehmen und herunterzuladen. Dabei treten in der Werbung interessante Schlagwort wie “Mehrere Aufnahmen gleichzeitig” und “privates riesiges Videoarchiv” auf.
Ich hab’ mich da mal für die kostenlose 14-Tage-Testperiode angemeldet und konnte mir gerade die erste Test-Aufnahme zu Gemüte führen. Da save.tv vor der Anmeldung relativ wenig Informationen bekannt gibt, will ich dem ein oder anderen unter Euch die Anmeldeentscheidung mal erleichtern und aufdecken was dahinter steckt.
Prädikat: Besonders hilfreich.
Mehr zu save.tv weiss auch der TVBlogger. Und Kommentator Mainstream verweist hier das Gratisangebot OnlineTvRecorder.
Derzeit bietet save.tv noch die Aufnahem von Programmen der RTL-Familie an. Mal sehen, wie lange das gut geht. Beim Wettbewerber shift.tv haben die Kölner die online gesteuerte Aufnahme schon gerichtlich untersagen lassen.
Weil wir grade beim Thema Copyrights sind: darf ein computeranimierter Kermit als als Neo/Keanu Reeves-Double auftreten? Miss Piggy als Trinity/Carrie-Anne Moss ist da sicher noch heikler. Und das zum originalen Trailer-Sound? Egal. The Muppet Matrix ist eben (nur) das Abschlussprojekt des 3D-Modeling-Kurses dreier Studenten. Früher wär das in irgendwelchen Kellern verschwunden. Heute können wir alle mal reingucken. Der Original-Server ist schon längst geplatzt. Aber dafür gibt's ja die Videohoster dieser Welt.
Typische Videosharing-Site wie YouTube, Google Video, Veoh, vSocial (und noch ein paar Dutzend mehr) haben meist eines gemeinsam: unglaubliches Wachstum, kein Geschäftsmodell - und Unmengen an Videos, bei denen das Thema "nutzer generiert" (neudeutsch für: selbst gemacht) sich aufs Aufnehmen und Uploaden von urheberrechtlich geschütztem Material beschränkt.
Das Auszusortieren ist natürlich schwierig. Und wohl auch nicht wirklich erwünscht. Die meistgesehen Videos stammen zu einem grossen Teil aus dem Fundus von TV-Konzernen. Als Novum hat nun American Airlines von YouTube und Google verklagt, die Daten des Uploaders eines Trainingsvideos der Fluglinie bekannt zu geben.
Und weil wir grade beim Them Copyrights sind: hier hängt nun ein Uralt-Video von New Order, aus der Zeit als die Neue Deutsche Welle noch niegel-nagel-neu war.
Sehr abstrus: neun radfahrende Affenkinder werden von Trucks überfahren, von Dampfwalzen überrollt, kollidieren mit einkaufstüten tragenden Muttis oder fallen in offene Kanaldeckel. War wohl ein Schul-Lehrfilm in den USA.
Wer Google-Videos, YouTube-Geflickr, iFilme oder ähnliches nicht nur online gucken will (oder nicht erleben will, dass das Lieblingsvideo im digitalen Nirwana entschwindet), dem kann geholfen werden. Eine Besuch auf dieser recht spartanischen Website genügt. Adresse des Videos eingeben, runterladen - fertig.
Wem die Ninjas for Hire gefallen haben, bekommt mit Russian Parkour 1 die lettische Variante. Nicht minder artistisch, aber stilistisch mehr Tarkowski als Jet Li. Und mit französischem Rap unterlegt, anstelle von Heavy Metal aus der Dose.
Mehr zum Thema Parkour gibt's hier. Und wer selber mithüpfen will, darf bei parkour.de ins Trainingslager. Aber Vorsicht: Parkour ist ein potenziell gefährlicher Sport, der von Professionellen Läufern oft auf einem sehr hohen Niveau gezeigt wird. Diese Läufer trainieren regelmäßig über viele Jahre. Parkour ohne praktische Erfahrung zu praktizieren kann Folgen haben:
* Beschädigung von öffentlichen und privaten Besitz
* Irreparable physische Schäden am eigenen Körper
* unter extremen Umständen den Tod
Dass man für den Empfang der verschlüsselten Fußball-Bundesligaspiele einen Decoder brauchen wird ist soweit klar. Ob das auch mit den Premiere Boxen immer und überall funktionieren wird, ist allerdings die Frage. Laut FAZ gibt es Überlegungen seitens Arena, im Satellitenfalle mit dem Settopboxen-Hersteller Technisat zusammen zu arbeiten. Der habe in seinen Boxen das Verschlüsselungssystem Cryptoworks vorinstalliert und plane die Ausstrahlung der Bundesliga mittels des Übertragunszentrums des Österreichischen Rundfunks ORF.
Technisat kann sich mit diesen Interpretationen gar nicht anfreunden und dementiert. Man verhandle nicht mit Arena über die Übertragung der Bundesliga-Spiele und plane schon gar keine Ausstrahlung mittels ORF-Technik. Eingebettet sei bei den meisten Technisat-Boxen das Conax-System, seit Frühjar 2005 zusätzlich wegen easy.tv auch Cryptoworks.
Und überhaupt hantiere die FAZ mit abstrusen Zahlen. Denn per Ende 2005 gab es im deutschen Markt knapp über 9 Millionen DigitalSat-Receiver. Davon waren schätzungsweise 1,8 bis 2 Millionen Stück PREMIERE-geeignet bzw. d-boxen. Etwa 4 Millionen DigitalSat-Boxen können lediglich unverschlüsselt ausgestrahlte Programme empfangen. Dann gibt es zusätzlich ca. 1,9 bis 2 Millionen sogenannter CICAM-Geräte (Geräte mit Common Interface Schnittstelle zur Aufnahme eines CAM-Dekodierungsmoduls). Diese DigitalSat-Receiver sind nachrüstbar für Pay-TV, vorausgesetzt dass es für das entsprechend eingesetzte Verschlüsselungssystem auch ein Dekodierungs-CAM-Modul gibt. Dann gibt es im deutschen Markt noch etwa 1,3 bis 1,5 Millionen DigitalSat-Boxen mit CONAX und/oder CryptoWorks als "eingebettetes" Verschlüsselungssystem an Bord.
Aufgedeckt: Homer, Bart, Lisa & Marge sind in echt gar nicht so gelb. Und beim Casting für die Rolle des Mr. Burns gab es einen Wunschkandidaten (der allerdings bei der Konkurrenz arbeitet).
Es soll ja Menschen geben, die behaupten, dass Eastern à la Bruce Lee, Jet Li, Jackie Chan und mehr so real sind wie Star Wars. So hüpfen, fliegen, hauen, stechen können eben nur computeranimierte Digitalschauspieler. Ha. Von wegen. Ninja for Hire zeigt es allen Ungläubigen.
Mit DVB-H kann man - ein entsprechendes Handy vorausgesetzt - auch mobil Fernsehen. Ein französisches Pilotprojekt sorgt nun für Erstaunen: Wie der Test zeigte, sahen die Probanden täglich 20 Minuten mobiles
Fernsehen, die Hälfte von ihnen nahm diesen Dienst in den eigenen vier
Wänden in Anspruch. Das kann nur eines bedeuten. Unsereins hat noch mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen. Frankreichs Kids gucken ebenda MTV. Oder hat jemand eine bessere Erklärung?
haftungshinweis: wir übernehmen keine haftung für
die inhalte externer links. für den inhalt der verlinkten seiten sind
ausschließlich deren betreiber verantwortlich.
AGB
ticker.
nachrichten.
Was ist los? Die Mediennews.
QUELLEN
News als RSS feed abonnieren.
ticker.
tipps.
TV Tipps. Von Mitmachern. Für Zuschauer.
Zum Mitmachen zu blogg.de ...